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In-App-Käufe im Trend

Digital Natives sind die Treiber dieser Entwicklung. Fast jeder Zweite findet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis am wichtigsten.
Deutsche Postbank AG | 26.02.2024
© Deutsche Postbank AG
 

Die Ak­zep­tanz von In-App-Käu­fen nimmt zu: 39 Pro­zent der Bun­des­bür­ger ha­ben be­reits zu­sätz­li­che di­gi­ta­le In­hal­te oder Funk­tio­nen di­rekt über ei­ne App er­wor­ben an­statt über die Web­sei­te des An­bie­ters, z.B. ei­ne stun­den­ge­naue Pro­gno­se in ei­ner Wet­ter-App oder ein schar­fes Schwert in ei­nem Com­pu­ter-Spiel. Wei­te­re 25 Pro­zent kön­nen sich das zu­künf­tig vor­stel­len. Trei­ber die­ser Ent­wick­lung sind die 18- bis 39-Jäh­ri­gen, die so­ge­nann­ten Di­gi­tal Na­ti­ves. 69 Pro­zent von ih­nen ha­ben In-App-Käu­fe schon ge­nutzt. Bei den Be­frag­ten ab 40 Jah­ren, den so­ge­nann­ten Di­gi­tal Im­mi­grants, wa­ren es da­ge­gen nur 26 Pro­zent. Dies sind Er­geb­nis­se der re­prä­sen­ta­ti­ven Stu­die „Die di­gi­ta­len Deut­schen 2023“ der Postbank.

Ein deut­li­cher Un­ter­schied zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen zeigt sich auch bei ei­ner mög­li­chen zu­künf­ti­gen Nut­zung: 47 Pro­zent der Be­frag­ten ab 40 Jah­ren ge­ben an, kei­ne Er­fah­rung mit In-App-Käu­fen zu ha­ben und die­se auch künf­tig nicht nut­zen zu wol­len. Bei den Di­gi­tal Na­ti­ves sind es nur elf Pro­zent.

An­bie­ter müs­sen se­ri­ös und er­kenn­bar sein

Wich­tigs­tes Kri­te­ri­um für die Ent­schei­dung, In-App-Käu­fe zu nut­zen, ist ein gu­tes Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis. Dies sa­gen 48 Pro­zent der Be­frag­ten und da­mit fast je­de*r Zwei­te. Auch in die­ser Fra­ge gibt es Un­ter­schie­de zwi­schen den Al­ters­grup­pen: Ein gu­tes Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis bei der Nut­zung von In-App-Käu­fen ist den Di­gi­tal Na­ti­ves mit 53 Pro­zent wich­ti­ger als den Di­gi­tal Im­mi­grants (46 Pro­zent). Noch et­was grö­ßer ist der Un­ter­schied beim Be­zah­len: Für 41 Pro­zent der Di­gi­tal Na­ti­ves ist es wich­tig, dass der Be­zahl­vor­gang ein­fach ist. Bei den Di­gi­tal Im­mi­grants sa­gen das nur 33 Pro­zent. Im Mit­tel le­gen 36 Pro­zent der Be­frag­ten Wert auf ein­fa­che Be­zah­lung.

„Es ist be­mer­kens­wert, dass für na­he­zu al­le Al­ters­grup­pen in un­se­rer Ge­sell­schaft Ta­blets und Han­dys selbst­ver­ständ­lich sind, dass es aber bei den An­ge­bo­ten, die die Men­schen auf die­sen Ge­rä­ten nut­zen, noch im­mer gro­ße Un­ter­schie­de zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen gibt,“ sagt Tho­mas Brosch, Lei­ter Di­gi­tal­ver­trieb der Post­bank. Da­bei er­war­ten ge­ra­de die Jün­ge­ren un­kom­pli­zier­te di­gi­ta­le Be­zahl­me­tho­den für Käu­fe in­ner­halb ih­rer Sport-, Lie­fer­dienst- oder Ga­ming-App. Das ist nach­voll­zieh­bar, denn bei die­sen Käu­fen geht es oft nur um klei­ne­re Be­trä­ge, die sich aber schnell zu gro­ßen Be­trä­gen sum­mie­ren, wenn man den Über­blick ver­liert.” 

35 Pro­zent der Be­frag­ten kön­nen sich In-App-Käu­fe nur dann vor­stel­len, wenn der An­bie­ter be­kannt be­zie­hungs­wei­se se­ri­ös ist. In die­ser Fra­ge gibt es kaum Un­ter­schie­de zwi­schen den Al­ters­grup­pen (Di­gi­tal Na­ti­ves 34 Pro­zent, Di­gi­tal Im­mi­grants 35 Pro­zent). Auch was den Wunsch nach ei­nem klar er­kenn­ba­ren Dienst­leis­ter an­be­langt, un­ter­schei­den sich die Ge­ne­ra­tio­nen kaum: Für 31 Pro­zent der 18- bis 39-Jäh­ri­gen und für 29 Pro­zent der Ge­ne­ra­ti­on ab 40 Jah­ren ist das ein be­deu­ten­des Kri­te­ri­um. Trans­pa­ren­te Kon­di­tio­nen sind bei­den gleich wich­tig (je­weils 29 Pro­zent).

Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2023

Für die „Postbank Di­gi­tal­stu­die 2023 – Die di­gi­ta­len Deut­schen“ wur­den im Au­gust die­ses Jah­res 3.038 Bun­des­bür­ger be­fragt. Die Postbank un­ter­sucht mit der Stu­die im neun­ten Jahr in Fol­ge, wel­che Ent­wick­lun­gen sich in Be­zug auf Di­gi­ta­li­sie­rung all­ge­mein und ins­be­son­de­re bei Fi­nanz­the­men ab­zeich­nen. Um ei­ne be­völ­ke­rungs­re­prä­sen­ta­ti­ve Struk­tur ab­zu­bil­den, ist die Stich­pro­be ge­wich­tet nach Bun­des­land (Pro­por­tio­na­li­sie­rung), Al­ter und Ge­schlecht. Als Re­fe­renz­da­tei wur­de der Zen­sus 2021 des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes zu­grun­de ge­legt. Die Er­geb­nis­se sind auf gan­ze Zah­len ge­run­det. Ab­wei­chun­gen in den Sum­men las­sen sich durch Run­dungs­dif­fe­ren­zen er­klä­ren.