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Vermarktungspotentiale von Wein im Getränkeabholmarkt

Der positive Weintrend strahlt bis in die Branche der Getränkeabholmärkte hinein.
Bergisch Gladbach, Mai 2009- Bisher nur ein Randsortiment, ist der Weinanteil am Sortiment besonders bei den großen Händlern gestiegen und trägt mit seinem Image zum Ansehen der Getränkemärkte bei. Macrom Wine Consult hat das Segment der Getränkemärkte strukturell analysiert und gesteht Wein großes Potential zu.

Der überwiegende Teil der deutschen Getränkeabholmärkte ist filialisiert. Diese filialisierten Getränkemärkte machen -im Gegensatz zu Einzel-Märkten- 70% des Gesamtumsatzes der Branche aus. Über die Hälfte aller Geschäfte sind Eigentum des Getränkefachgroßhandels (GFGH), durch den sie zu günstigeren Konditionen einkaufen können.
Viele der GFGH gehören wiederum zu Brauereikonzernen, die sich durch eine vertikale Integration in der Vermarktung erhoffen, direkt den Endverbraucher zu erreichen. Hier ist Wein zunächst im Nachteil, da er sich gegen Bierprodukte durchsetzen muss.
Doch Wein erfreut sich großer Beliebtheit. Anders als bei Bier lässt sich bei Wein kein Umsatz-Rückgang feststellen. Im Gegenteil: Durch gestiegenes Qualitätsbewusstsein als positiver Trend kann man ihm eine eher gestiegene Nachfrage attestieren. Zudem wächst seine Bekanntheit -nicht zuletzt dank diverser Kochsendungen im Fernsehen.


Im Markt für Getränkeabholmärkte kann man eine hohe Konzentration erkennen. Die Branchenriesen (unter ihnen Trinkgut, FRISTO, Hol’ ab und Getränke Hoffmann) erreichen einen erheblichen Anteil am Gesamtmarktvolumen. Für das Segment Wein bedeutet das: je größer der Getränkemarkt, umso höher auch der Weinanteil am Umsatz. Die Top Ten des Getränkehandels machen 50% mehr Umsatz mit Wein als die Standard-Betriebe.
Dies lässt sich auf Bemühungen der Getränkehändler zurückführen, ihr Weinsegment auszubauen. Gerade die großen Händler haben erkannt, dass Wein zu den renditeträchtigsten Warengruppen gehört. Doch nicht nur der Profit lockt, sondern auch eine Imageaufwertung. Durch eine professionell gestaltete Weinabteilung überträgt sich das gute Image auf den gesamten Laden. Zudem besteht für die Getränkemärkte eine Chance, Wein als Zusatzsortiment aufzunehmen und so ihren Umsatz zu steigern. Eine gut ausgebildete Weinabteilung im Getränkemarkt zu finden ist eine relativ neue und innovative Entwicklung.

Allgemein sind drei Ansätze zur Wein-Vermarktung im Getränkemarkt erkennbar. Einmal der LEH-analoge Ansatz, bei dem Weine im unteren
Preissegment (unter 5 Euro) angeboten werden. Meist beschränken sich Händler hier auf Massentrends und Markenweine. Beim FH-analogen Ansatz vermarkten die Händler Wein im Preissegment bis 30 Euro und investieren zusätzlich in kompetentes Beratungspersonal. Der FH-analoge Ansatz setzt zudem ein kaufkräftiges Umfeld voraus. Dafür können aber auch Umsatzanteile an Wein von bis zu 7% erzielt werden. Zum dritten Ansatz gehört das regionale Konzept, in dem in Weinanbaugebieten verstärkt lokale Produkte von Winzergenossenschaften angeboten werden. Hier jedoch ist die Tendenz zu beobachten, über das regionale Sortiment hinauszugehen und verstärkt überregionale Produkte anzubieten.

Der Großteil der Getränkeabholmärkte ist dem LEH-analogen Ansatz zuzurechnen, nur ein Bruchteil der Märkte haben bislang das Konzept des FH-analogen und des regionalen Ansatzes umgesetzt. Doch immer mehr Händler erkennen das Potential von Wein. Um das Getränk mit den attraktivsten Margen zu erschließen, müssen die Händler investieren: Ein umfangreiches Sortiment mit einer tiefen und breiten Struktur aufbauen und Mitarbeiter schulen lassen, um dem Kunden eine kompetente Beratung zu bieten. Die Vorreiter der Branche, die umsatzstärksten Getränkemärkte, haben bereits reagiert, investiert und einen großen Sortimentsanteil aufgebaut. Es ist erkennbar, dass sich dieser Markttrend im deutschen Weinmarkt fortsetzen wird und damit Getränkeabholmärkte zu einem interessanten Vertriebskanal für Wein werden.



English summary:
The German beverages market is dominated by a few discount beverage stores/ beverage markets. The biggest stores like Trinkgut, FRISTO, Hol’ ab and Getränke Hoffmann posses a considerable market share of the whole sales volume. The majority of beverages that are sold are beer and water. Wine only disposes of a sales volume of 2-3%. But there is a change in the German market for beverages: The biggest stores have become aware of the potential of wine. Wine is the beverage with one of the highest margins in that market. So the stores that want to profit from better margins have to invest into a large product line and into a good consulting service. The top ten in the market have begun to change, some other shops will surely follow that market trend in the huge German wine market.

macrom Marketingresearch & Consult
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macrom Marketingresearch & Consult hat sich darauf spezialisiert, sowohl etablierte als auch neue Märkte auf nationaler oder internationaler Ebene transparent zu machen. Neben den grundlegenden Strukturen und Entwicklungen wird in unseren Analysen vor allem ein „Gefühl für den Markt“ vermittelt, das es ermöglicht, aufgrund eines tiefgreifenden Verständnisses die richtigen unternehmerischen Entscheidungen zu treffen. Unsere Philosophie ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Forschung nicht nur eine fundierte Wissensbasis zu schaffen, sondern darüber hinaus auch die für sie passenden Empfehlungen abzuleiten. Die reine Forschung verbindet sich somit in unseren Projekten mit analytischen und beraterischen Elementen und schafft für Sie den maximalen Nutzen.

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