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WORLD CUP 2010: Die Geschichte des Torjubels

ad.monitoring | 25.05.2010
25.05.2010
Coke baut seine weltweite World Cup Kampagne 2010 auf ein einziges Thema auf: Das ausgelassene Zelebrieren eines Treffers durch Spieler und Zuschauer. Bei den Akteuren auf dem Rasen reichen die Reaktionen dabei von landestypischen Tänzen über beeindruckende akrobatische Einlagen bis zu skurrilen Disziplinen wie Synchronrutschen oder rhythmischer Polonäse.

Nach Ansicht von Coca-Cola drücken die ekstatischen Freudenausbrüche nach einem erzielten Tor die Begeisterung der Fans und die Hingabe der Spieler am besten aus. Außerdem lässt sich der Jubel perfekt mit dem Motto "Open Happiness" verbinden, unter dem die globale Marken-Kampagne für Coke schon seit einiger Zeit steht. Das Unternehmen setzt ganz bewusst auf eine einzige Idee und eine scharfe Fokussierung, um die eigene Botschaft deutlich aus der bunten Vielfalt der anderen WM-Kampagnen herauszuheben.

Kernstück ist ein TV-Spot der argentinischen Werbeagentur Santo. Er erzählt die Geschichte des Torjubels, die mit Roger Milla beginnt und sich dann bis in die Gegenwart zieht. Milla führte beim World Cup 1990 in Italien einen legendären Freudentanz an der Eckfahne auf, die zum Vorbild für immer neue Varianten überschwänglicher Gefühlsausbrüche geworden ist. Am Ende des Spots schließt sich der Kreis dieser Chronik. Ein milde lächelnder Roger Milla steht mit einer Flasche Coke auf der Zuschauertribüne und nickt den Spielern zu, die ihm 20 Jahre später ihren heutigen Ausdruck der Begeisterung darbieten. Dazu fragt eine Voice-over, ob man bei der Evolution des Tor-Jubels zu weit gegangen ist, beantwortet diese Frage aber gleich mit einem Nein. Die Vollversion des Spots dauert 60s, außerdem kommt eine gekürzte 30s Version zum Einsatz.

Mit Roger Milla erinnert Coca-Cola nicht nur an den Erfinder des Freudentanzes, sondern stellt auch einen deutlichen Bezug zum Gast-Kontinent her. Milla gilt als einer der ersten weltweit bekannten afrikanischen Fußball-Spieler und hat Kamerun beim World Cup 1990 mit vier Toren ins Viertelfinale geschossen. Insgesamt stand er bei drei World Cups für die Nationalmannschaft von Kamerun auf dem Platz, 2006 wurde er zum besten afrikanischen Fußballspieler gewählt.

Ein zweiter WM-Spot betrachtet den Tor-Jubel aus einem ganz anderen Blickwinkel. Der vollständig animierte Spot erzählt die Geschichte eines jungen afrikanischen Spielers, der nach seinem eigenen Ausdruck der Begeisterung sucht. Er trifft auf Spieler verschiedener Nationen und Fußball spielende Roboter und beobachtet ihre Art zu jubeln, bis ihm eine Roboterhand eine Flasche Coke reicht. Mit der Erfrischung kommt auch die Erkenntnis, dass seine ganz persönlichen Emotionen in ihm selber stecken.

Beide Commercials sind mit den Song "Wavin' Flag - Coca-Cola Celebration Mix" des Hip-Hoppers K'naan unterlegt, den Coca-Cola als Hymne für seine gesamte Kampagne auserkoren hat. Auch die Wahl eines somalischen Musikers soll die Verbundenheit mit Afrika unterstreichen.

Als Online-Element hat Coca-Cola eine Vereinbarung mit YouTube geschlossen. In 120 Ländern werden die Nutzer des Portals in 17 Sprachen dazu aufgerufen, ihre eigenen Freudentänze zu filmen und hochzuladen, um die Fußball-Fans in aller Welt daran teilhaben zu lassen. Außerdem lässt Coca-Cola während der WM online den Spieler mit dem schönsten Tor-Tanz wählen, ihm wird am Ende des Turniers eine Trophäe überreicht.

Nach Angaben von Coca-Cola ist der WM-Auftritt die bislang größte Kampagne der Firmengeschichte. Die integrierte Marketing-Strategie greift in insgesamt 150 Ländern weltweit und umfasst neben den TV-Spots und digitalen Medien auch POS-Material und spezielles Packaging. Die Commercials werden primär in Ländern mit traditionell großer Fußballbegeisterung geschaltet, daneben aber auch in Kernmärkten wie Indien und den USA, wo das Interesse erst langsam wächst.