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Trotz Alexa & Co: Optik bleibt wichtig beim Shopping

Die Prognose, 2020 würde jede zweite Online-Suche per Sprachassistent stattfinden, ist irreführend. Online Shopping bleibt ein visuelles Erlebnis.
inRiver AB | 12.03.2019
© Pixabay / HutchRock
 
Im Netz gibt es immer wieder neue Vorhersagen wie die Zukunft des Marketings aussehen wird - zurzeit liest man besonders oft die Prognose, dass 2020 die Hälfte aller Online-Suchen mit einem Sprachassistent erfolgen werden. Dieser ambitionierten Einschätzung liegt eine Aussage der Marktforscher von comScore zugrunde. Tatsächlich haben sich die Marktforscher aber selbst nie in dieser Form geäußert: Andrew Ng, damals Chief Scientist bei Baidu, prognostizierte lediglich im September 2014, dass 2020 die Hälfte aller Suchen als Sprach- oder Bildsuchen durchgeführt werden würden. Dieser kleine Unterschied ändert die Aussage jedoch bereits gravierend. Problematisch sind solche Prognosen zusätzlich durch den Umstand, dass Google und andere Anbieter von Sprachassistenten keine aussagekräftigen Nutzungszahlen oder Statistiken zum Anteil von Sprachsuchen veröffentlichen. Somit lässt sich der eigentliche Prozentsatz an Sprachsuchen auch nicht klar feststellen. Zudem, müsste man noch Differenzieren, was überhaupt als Suche und was als Sprachsteuerung eines Gerätes gilt. Am Ende bleibt die Frage, wie relevant Voice Search nun tatsächlich für das Online Marketing ist?

Was Voice Search leisten kann


Der Natur nach, liegt die Stärke der Sprachassistenten in der Ausführung klarer Befehle und in der Beantwortung eindeutiger Fragen. „Wo ist der nächste Supermarkt?“, „Wie lange hat er geöffnet?“ – solche Fragen sind kein Problem und dafür werden die Assistenten gerne genutzt. Die Aufforderung: „OK Google, suche mir ein Abendkleid aus!“ wird man dagegen eher selten hören. Zahlen aus einer aktuellen inRiver-Studie bestätigen das. Demnach haben zwar bereits 21 Prozent der Befragten ein sprachgesteuertes Gerät benutzt, um online einzukaufen, aber hauptsächlich bereits bekannte Produkte bestellt. Das ist logisch, schließlich spricht nichts dagegen, den Lieblingskaffee oder das Waschmittel, das man schon seit Jahren benutzt, komfortabel und schnell über einen Sprachassistenten zu bestellen. Solche treuen Stammkunden fallen aber weniger in die Zielgruppe von Marketern. Um die Konversion zu steigern sind ausführliche Produktinformationen in Form von Text, Bild- und Video-Material das Mittel der Wahl, letztere besonders im Mode- und Lifestyle-Bereich.

Das Auge kauft mit


Bei visuellem Content gilt es nicht nur die eigene Website zu berücksichtigen. Auch soziale Medien und Plattformen werden immer relevanter. Unter diesen gilt YouTube als die vertrauenswürdigste (63 Prozent), auf Platzt zwei liegt mit 25 Prozent Facebook. Besonderen Einfluss haben diese Kanäle auf eine jüngere Zielgruppe, so brechen 37 Prozent der 18- 24-jährigen einen Kaufvorgang ab, wenn sie nicht ausreichend visuelle Inhalte zur Verfügung haben, um sich ein Bild von der Ware zu machen. Personalisierung ist in anderen Bereichen schon lange ein großer Trend. Marketer können sich das auch bei multimedialen Inhalten für Shops zu Nutze machen. Als Ergänzung zu gleichbleibenden Basisinformationen (Preis, Maße etc.) kann Bild- und Video-Content individuell auf verschiedene Zielgruppen angepasst werden.

Fazit


Produktinformationen versorgen Kunden mit allen relevanten Informationen und machen ihre Customer Journey zu einem echten Erlebnis – im Idealfall. Fehlen jedoch wichtige Details, sind keine oder falsche Bilder vorhanden führt das zu frustrierten Kunden und jeder Menge Retouren. Händler wollen das natürlich vermeiden, deshalb sollten sie auf Product Information Management (PIM) setzen.