> Das Dienstleisterverzeichnis für Marketing <        
print logo

Keine bösen Überraschungen am Cyber Weekend

Stefan Moritz von MarkMonitor erklärt, wie Verbraucher Fälschungen am Shopping-Wochenende des Jahres entgehen

MarkMonitor | 21.11.2017
© MarkMonitor
 

Alle Jahre wieder: Die Geschäfte sind festlich geschmückt, aus jedem Radio ertönt "Last Christmas", die Jagd nach dem perfekten Geschenk beginnt. Häufig durchstöbern Verbraucher dazu bereits Ende November das Internet nach günstigen Angeboten. Dazu haben sie allen Grund, denn die amerikanischen Schnäppchen-Erfindungen Black Friday beziehungsweise Cyber Monday haben Deutschland längst erobert. Am Cyber Monday locken Online-Shops Käufer mit Rabatten und erwirtschaften damit Milliarden. Das sogenannte Cyber Weekend hat sich bei deutschen Schnäppchenjägern etabliert - nach Angaben von Statista gaben Käufer am Cyber Weekend 2016 insgesamt 1,3 Milliarden Euro aus.

Ähnliche Umsätze werden auch in diesem Jahr erwartet. Doch Vorsicht: Das Online-Shopping birgt Risiken. Auch Fälscher haben die schier unbegrenzten Absatzmöglichkeiten des Internets für sich entdeckt. Aber wie können Verbraucher sicherstellen, dass sie originale Markenwaren kaufen und keine bösen Überraschungen in Form von gefälschten Artikeln erleben? Schließlich sind Billigkopien häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Stefan Moritz, Regional Director DACH bei dem Online-Markenschutz-Experten MarkMonitor, weiß fünf Tipps, wie Konsumenten beim Cyber Monday auf der sicheren Seite bleiben:

1. Ist der Preis realistisch?

Fälscher wissen bereits, dass eine moderate Preisreduzierung manchmal überzeugender sein kann, als eine besonders hohe. Verbraucher sind gut beraten, die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) zu recherchieren und selbst wenn der Artikel nur wenig reduziert ist - etwa 20 Prozent am Cyber Monday - die Website genau zu prüfen, um festzustellen, ob es Ungereimtheiten gibt.


2. Wirkt die Seite authentisch?


Obwohl einige Websites auf den ersten Blick professionell aussehen, kümmern sich Fälscher nicht immer um die "Über" oder "FAQ"-Seiten. Ein paar Klicks durch die Website verraten meist, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Entspricht dies den bekannten Unternehmensdetails? Weiter hilft ein Blick auf die Lieferoptionen: Unseriöse Anbieter, die Produktfälschungen in Umlauf bringen, geben sich hierbei ebenfalls keine große Mühe.

3. Gibt es klare Richtlinien?

Diese sollten bei einer echten Website klar ersichtlich sein. Ein redlicher Verkäufer bietet die Möglichkeit zur Stornierung von Bestellungen und macht deutlich, wo Waren zurückgegeben werden können. Fälscher investieren in der Regel keine Zeit, um eine klare und plausible Datenschutzerklärung zu erstellen. Wenn sie auf der Website fehlt, ist daher Vorsicht geboten.

4. Stimmt die Webadresse?

Die Nachahmung von offiziellen Markenwebsites und das sogenannte "Cybersquatting" nehmen zu. Schnäppchenjäger sollten bei einer ersten Suche nach dem Markennamen den Link prüfen und Tippfehler in der URL-Adresse als Warnsignal erkennen. Wenn die Adresse mit https:// beginnt, indiziert das 's', dass es sich um eine sichere Seite handelt. Einige der großen Marken stellen zusätzlich Informationen zu autorisierten Verkäufern auf ihre Websites. Ein Blick hierein ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich vor Markenpiraten zu schützen.


5. Auch auf Online-Marktplätzen vorsichtig sein


Auch bekannte Online-Marktplätze können nicht garantieren, dass alle darauf angebotenen Waren echt sind. Verbraucher erhöhen ihr Sicherheitslevel, wenn sie sich an den Bewertungen des Verkäufers orientieren oder versuchen, Foren oder Chats zu finden, in denen sich Kunden austauschen. Ein Gegencheck bei einem anderen Händler hilft, das Angebot preistechnisch einzuordnen.

"Lange nahm man an, dass Verbraucher aufgrund der Ersparnisse absichtlich Fälschungen kaufen. Dank einer aktuellen Studie haben wir jedoch herausgefunden, dass 23 Prozent der Schnäppchenjäger von Fälschern getäuscht wurden. Das zeigt, dass viele Verbraucher versehentlich Fälschungen kaufen. Sie suchen nach Angeboten von Markenherstellern und kaufen stattdessen wider besseres Wissen gefälschte Waren", erläutert Moritz.

"Produktfälschungen im Netz sind gerade an verkaufsstarken Tagen wie dem Cyber Monday ein Problem. Verbraucher müssen beim Online-Shopping wachsam sein und einige Grundsätze befolgen, um sich vor Produktpiraten zu schützen. Im Gegenzug müssen Markeninhaber alles tun, um ihre Kunden vor Markenpiraten zu schützen. Dafür stehen ihnen Lösungen zur Verfügung, um fortlaufend Websites, Social-Media-Kanäle sowie Apps und das Darknet auf Fälscheraktivitäten zu scannen. Wer seine Marke und seine Kunden vor Produktpiraten schützen möchte, sollte daher die Unterstützung von Markenschutz-Experten in Anspruch nehmen", fasst Moritz abschließend zusammen.