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Die YouTube-Kanäle mit den höchsten Werbeeinahmen

Promiflash, BibisBeautyPalace und Paluten betreiben die finanziell umsatzstärksten deutschen YouTube-Kanäle.
Faktenkontor | 31.01.2018
© YouTube (Google Inc.) und Faktenkontor
 

Die drei Top-Verdiener fuhren 2017 mit ihren Internet-Videos zusammen fast zwei Millionen Euro an Werbeeinahmen über das YouTube-Partnerprogramm ein. Das hat die Kommunikationsberatung Faktenkontor mit dem YouTuber-Relevanzindex errechnet.

Mit Werbung vor, während oder neben einem beliebten YouTube-Video Geld verdienen – das ermöglicht das so genannte Partnerprogramm von YouTube. Das Google-Unternehmen besorgt und schaltet dabei die Reklame, der Video-Macher sorgt für viele Views. Beide teilen sich die Einnahmen. Klingt toll – lohnt sich aber nur bei großem Publikum. Das haben die folgenden Kanäle – hier sind die bestverdienenden deutschen YouTuber:

Kanal Werbeeinnahmen 2017
1. Promiflash 916.087,88 €
2. BibisBeautyPalace 513.534,35 €
3. Paluten 492.773,71 €
4. MySpassde 491.239,14 €
5. The Voice Kids 423.086,13 €
6. Entertainment Access 422.504,10 €
7. Rammstein Official 409.763,60 €
8. GermanLetsPlay 368.426,59 €
9. Gronkh 358.601,01 €
10. ConCrafter | LUCA 348.319,43 €

Die angegebenen Umsätze sind dabei nicht den Steuererklärungen der Kanal-Betreiber entnommen, sondern aus den im YouTuber-Relevanzindex hinterlegten Daten und recherchierten Werten zu Einnahmen pro 1000 Views und durchschnittlichen Umsatzverlusten durch AdBlocker errechnet.

Kann also jeder Hobby-Filmer durch x-beliebige und günstig produzierte Web-Videos innerhalb weniger Jahre bequem zum Millionär werden? Leider nein, weiß Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors: „Kanäle wie BibisBeautyPalace, Paluten und Gronkh zeigen zwar, dass der Aufstieg vom Hobby-YouTuber zum Großverdiener durchaus möglich ist. Der Blick in die Top Ten der umsatzstärksten YouTube-Kanäle zeigt aber auch: Hinter vielen großen Erfolgen stecken etablierte Unternehmen, die durch Synergieeffekte weit hochwertigere Inhalte präsentieren können.“ So steht hinter MySpassde die Kölner Produktionsfirma Brainpool (u.a. „TV Total“) und der „The Voice Kids“-Kanal gehört zum ProSiebenSat.1Media-Imperium. Beide können für ihre Videos auf mit hohem Budget produzierte TV-Inhalte zurückgreifen.

Zudem sind YouTube-Kanäle mit jährlichen Werbeeinahmen im sechsstelligen Bereich eher Ausnahme als Regel: Von 2839 im YouTuber-Relevanzindex ausgewerteten YouTube-Kanälen in deutscher Sprache oder von deutschen Betreibern generieren 1844 nicht einmal 1000 Euro an Werbeeinahmen – im Jahr. Mehr als 10.000 Euro erwirtschaften lediglich 416 Kanäle, und darunter sind nur 79, die den Sprung über die 100.000-Euro-Schwelle schaffen.

„Auch bei YouTube gilt: Wer Erfolg will, muss eine ausreichend große Zielgruppe mit passenden Inhalten ansprechen – und das besser und präsenter als der Wettbewerb“, resümiert Heintze. „Kurz: Content bleibt King.“