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Schon der Händedruck setzt Zeichen

Wie können wir Informationen über Menschen und Situationen schon bei der Begrüßung bekommen? Wie setzt der Händedruck ein Zeichen für ein Gespräch?
Joachim Skambraks | 05.04.2019
© Joachim Skambraks
 

Achten Sie doch einmal darauf, welche Eindrücke Sie bekommen, wenn Sie jemanden begrüßen und sich dabei die Hände reichen.

Was spüren Sie? Nicht nur der Druck ist interessant. Was fällt Ihnen genau in diesem Moment ein? Wie nehmen Sie den anderen Menschen wahr? Welche Bilder gehen Ihnen durch den Kopf? Welche Aussage können Sie daraus folgern? Was sagen Ihnen die Eindrücke über den Verlauf des Gesprächs?
Schon zu Beginn eines Treffen werden bei der Begrüßung und dem Händeschütteln wichtige Informationen vermittelt. Auch Status und die Grundpfeiler für den weiteren Fortgang eines Treffen werden festgelegt. Oft geschieht das unterbewusst. Doch genau das bewusste Wahrnehmen dieser Situation und das Einlassen auf intuitive Impulse ist oft sehr wertvoll.

Lassen Sie sich einfach auf diese Übung ein. Geben Sie sich diese Chance. Noch bevor der Verstand schrieben kann: Was soll das?
Mit der Zeit lernen Sie intuitive Informationen und Handlungsimpulse von Urteilen oder Vorurteilen zu unterscheiden. Wichtig ist dabei, das Wahrnehmungsvermögen zu entwickeln. Das wichtige für Ihre inneren Gedanken ist: Lernen Sie zu beobachten ohne zu werten. Und: Beobachten Sie sich selber einmal dabei, wie Sie immer wieder versuchen Menschen, sofort zu beurteilen.

Wenn Sie Eindrücke und Ideen gesammelt haben, überlegen Sie, wie Sie diese Informationen für den Fortgang des Gesprächs oder des Treffens verwenden können. Nach etwas Übung können Sie versuchen Informationen auch in Mitarbeitergesprächen oder Verkaufsgesprächen zu bekommen.

Die Informationen des ersten Eindrucks können Sie auch an anderen Parametern festmachen:
Wie ist der andere gekleidet? 

Wie trägt er seine Kleidung? 

Wie geht der andere? 

Wohin richtet sich sein Blick? 

Wen oder was schaut er an?
Wie kräftig sind Händedruck und Dominanz?

Was machen die Hände oder die Beine? 


Unbewusste Körpersprache ist generell ein riesiger Fundus Informationen zu bekommen, die wir im Gespräch gleich in Handlungen als Reaktion oder als Aktion wandeln sollten, um das Gespräch in die von uns gewünschte Richtung zu lenken.

Übrigens: Wenn Sie sich damit beschäftigen, sich in andere Menschen einzufühlen, kann es nur positive Aspekte zur Folge haben. Wenn Sie einen Menschen besser verstehen, kann Ihre Kommunikation nur eine verständnisvollere Ebene bekommen. Wie immer gilt: Was ich Ihnen versuche mitzugeben, soll helfen besser zu kommunizieren und nicht um zu manipulieren.

Persönlicher Tipp
Meine eigene Wahrnehmungsübung in diesem Bereich möchte ich Ihnen jetzt verraten:
Wenn ich bei einem Gesprächspartner eine körpersprachliche Reaktion sehe, die mir auffällt, die ich aber nicht deuten kann, so versuche ich sie mehr oder weniger unbeobachtet nach zu machen und dann zu spüren, was mir diese Haltung sagen kann. Wann und mit welchem Gefühl würde ich mich in eine solche Körperhaltung begeben? Sehr oft bekomme ich einen Anhaltspunkt oder einen Hinweis, dem ich nachgehen kann.

Diese Übung und 125 weitere finden Sie im Buch
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