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Deutschland wartet auf den neuen Boris Becker

Olaf Ziegs | 30.11.2010
Düsseldorf. Auf der gestrigen Premierenveranstaltung des Düsseldorfer Sportreffs erhielten die rund 250 Gäste im „Stilwerk“ interessante Einblicke in Strukturen und Potenziale der derzeitigen deutschen Tenniswelt. Als Moderator des Abends begrüßte Uli Potofski auf dem Podium Dietloff von Arnim, Geschäftsführer des Düsseldorfer Rochusclubs, sowie Eric Jelen, ehem. Davis Cup Spieler und Doppelpartner von Boris Becker. Schirmherr der Veranstaltung war Dr. Ingo Wolf, ehemaliger Sportminister von NRW. Mit dem Düsseldorfer SportTreff will Veranstalter Hans-Jürgen Schmidt auch in der Landeshauptstadt ein attraktives Sport-Business-Netzwerk etablie-ren, nachdem dies mit dem Kölner SportTreff in der benachbarten Domstadt bereits gelungen ist.

„Ein Tennisplatz passt genau auf einen Fernseher,“ stellte Ulli Potofski einleitend fest und fragte anschließend, warum aber Tennis nicht mehr an den medialen Erfolg vergangener Tage an-knüpfen kann. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass dem deutschen Tennis ein Su-perstar als Zugmaschine fehlt. Dietloff von Arnim stellte fest: „Wir Deutsche gucken das, in dem wir gut sind. Hauptsache am Ende läuft jemand mit einer deutschen Flagge durchs Ziel.“ Er ver-wies beispielhaft auf andere Sportarten, die in der Vergangenheit einen Boom durch deutsche Erfolge erfahren hätten. Boris Becker sei eine ideale Gallionsfigur gewesen, nicht nur sehr er-folgreich, sondern auch sehr emotional. Genau diese Emotionen wolle der deutsche Fernsehzu-schauer sehen.

Von Arnim führte jedoch auch an, dass die Mitgliederzahlen in deutschen Tennisvereinen ent-gegen der Außendarstellung wieder zunähmen. Hier liege die Chance des deutschen Tennis für eine erfolgreiche Zukunft auch hinsichtlich der Medienpräsenz. Eric Jelen stellte fest, dass hier-zulande eine sehr gute Jugendarbeit gemacht werde und mögliche Talente optimale Bedingun-gen vorfänden. Sollte sich ein Talent durchsetzten und zumindest an die Top Ten der Welt her-anreichen, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit das Tennis wieder an medialer Bedeutung ge-winnen. Resümee: Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Tennis sind vorhanden, jetzt muss sich nur noch ein Talent international ganz oben etablieren.

Im Anschluss an das spannende Podiumsgespräch lud das Einrichtungshaus Barthels, ebenfalls im Stilwerk beheimatet, zum Dinieren und lockeren Netzwerken in entspannter Atmosphäre ein. Der 1. Düsseldorfer SportTreff war ein voller Erfolg und bildete einen vielversprechenden Auftakt für die neue Business-Eventreihe.
Hintergrund: Der SportTreff
Der SportTreff® business meets sport hat sich in den vergangenen drei Jahren zur führenden Netzwerk-Veranstaltung im Bereich Sport und Wirtschaft entwickelt. Durchschnittlich 200 Ver-antwortliche aus Medien, Wirtschaft, Sport und Politik kommen zu den regelmäßigen Treffen in Köln und Düsseldorf. Prominent besetzte Podiumsdiskussionen an außergewöhnlichen Veran-staltungsorten und anschließendes Netzwerken in sportlich-professioneller Atmosphäre sind die Markenzeichen des SportTreffs.

SportTreff-Pressebüro
Ziegs Kuchel Müller Communication Service, Johannes Koller
Telefon 0221/50 29 46-44, Fax -49, E-Mail j.koller@zkm-koeln.de
Über den Autor: Olaf Ziegs