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ITK-Außenhandel legt kräftig zu

Exporte deutscher Informations- und Kommunikationstechnik steigen um 9 Prozent, Importe um 11 Prozent.
© BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
 

Der Handel mit Geräten und Ausrüstung der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Unterhaltungselektronik hat im vergangenen Jahr stark an Dynamik gewonnen. Allein zwischen Januar und September 2017 nahmen die Exporte deutscher ITK-Produkte um 9 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro zu. Besonders kräftig stieg die Nachfrage nach deutscher IT-Hardware mit einem Plus von 20 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Der Export von TK-Produkten blieb konstant bei 10,1 Milliarden, die Ausfuhr von Unterhaltungselektronik wuchs um 3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Auch die Importe ausländischer ITK-Waren wuchsen kräftig um 11 Prozent auf 44,9 Milliarden Euro. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis neuester Daten des Statistischen Bundesamts. „Das Jahr 2017 hat gezeigt, welche Potenziale die Digitalisierung und damit verbundene Investitionen in digitale Technologien freisetzen können. In der Bitkom-Branche stehen die Zeichen bei Umsatz und Beschäftigung weiter klar auf Wachstum. Dafür ist das Auslandsgeschäft ein entscheidender Faktor“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Wichtigste Exportländer für deutsche ITK-Produkte sind die europäischen Nachbarn. An der Spitze steht die Tschechische Republik mit einem kräftigen Plus von 51 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro in den ersten drei Quartalen 2017. Es folgen Polen (2,29 Milliarden, plus 21 Prozent) und das Vereinigte Königreich (2,26 Milliarden Euro, plus 14 Prozent). „Ungeachtet des Brexit-Votums zählt das Vereinigte Königreich weiter zu den Top-3-Exportländern“, sagt Berg. Einziger nichteuropäischer Vertreter unter den zehn wichtigsten Exportländern sind die USA mit einem Volumen von 1,44 Milliarden Euro, das um 4 Prozent zulegte.

Bei den Importen führt China mit weitem Abstand. Zwischen Januar und September wurden aus der Volksrepublik Waren im Wert von 20,58 Milliarden Euro eingeführt. Das entspricht einem Anstieg von 11 Prozent. Dahinter folgen die Niederlande (2,53 Milliarden, minus 5 Prozent) und abermals die Tschechische Republik (2,50 Milliarden, plus 26 Prozent). Den größten Zuwachs unter den Top-10-Importländern verzeichnet Südkorea mit einem Plus von 94 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro.