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Amazon verliert Marktanteile bei Büchern und Datenträgern

Bei Büchern sank der Marktanteil von 44 Prozent in 2017 auf 34 Prozent, bei CDs von 37 auf 27, bei DVDs und Bluerays von 44 auf 33 Prozent.
Shoop.de | 18.12.2018
Bei Amazon gab es schon mehr zu lachen. © Unsplash / Hello I'm Nik
 

Weihnachten steht vor der Tür und auch in diesem Jahr werden viele ihre Geschenke online kaufen, um den Trubel in den Geschäften zu entgehen. Viele kommen dabei um Amazon kaum herum – oder etwa doch?
Gemäß einer repräsentativen Umfrage des größten deutschen Cashback-Portals Shoop.de, weichen die Deutschen bei ihren Shoppingtouren zunehmend auf andere Online-Händler aus. Schlechte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter, die Überwachung des Konsums der Nutzer, Steuervermeidungstaktiken sowie eine monopolartige Marktkonzentration - die diversen Gründe den Online-Riesen zu meiden, scheinen von den deutschen Verbrauchern stärker berücksichtigt zu werden.

Alternativen gesucht und gefunden


Besonders in traditionell starken Amazon-Produktkategorien, wie bei Büchern, Musik und Unterhaltungsmedien, greifen im Vergleich zu 2017 weniger auf den Online-Marktplatz zurück: Während im letzten Jahr noch 44 Prozent ihre Bücher hauptsächlich bei Amazon bestellten, sind es 2018 noch 34 Prozent. Dafür gewinnen andere Online-Händler an Prozentpunkten hinzu (2017: 20 Prozent 2018: 24 Prozent). Ähnlich sieht es bei CDs und digitaler Musik aus: im Vergleich zu 2017 kaufen zehn Prozent weniger bei Amazon (2017: 37 Prozent 2018: 27 Prozent). Auch Unterhaltungsmedien, wie DVDs und Blu-Rays werden noch von einem Drittel (33 Prozent) über Amazon bezogen, während es 2017 noch 44 Prozent waren.

Gleichbleibend stark frequentiert ist der Bereich Garten- und Heimwerkerzubehör, wo knapp jeder Neunte (12 Prozent) überwiegend per Amazon kauft, jedoch konnten andere Online-Händler bei diesen Produkten im Vergleich sogar zulegen (von 12 Prozent 2017 auf 17 Prozent 2018).
Zusammenfassend verdeutlicht die Studie, dass Amazon in neun von 16 abgefragten Produktkategorien Prozente einbüßen musste, Kunden diese Produkte also weniger bei Amazon kauften. Kunden kaufen zwar weiterhin online ein, wechseln aber offensichtlich von Amazon zu anderen Online-Shops.

Einkaufsgewohnheiten im Wandel


Die Zahlen aus der Studie bestätigen auch, dass der Online-Handel weiter zunimmt, während das stationäre Geschäft stagniert oder sogar rückläufig ist und in 14 von 16 Produktkategorien Verluste verkraften muss. Besonders gravierend sind die Einbußen bei Lebensmitteln (2017: 91 Prozent; 2018: 79 Prozent), Garten- und Heimwerkerzubehör (2017: 57 Prozent; 2018: 48 Prozent), Medikamenten (2017: 64 Prozent; 2018: 53 Prozent) und Möbeln (2017: 70 Prozent; 2018: 59 Prozent). Zwar machen die noch immer recht hohen Zahlen deutlich, dass die Mehrheit der Deutschen bestimmte Produkte vorrangig im Einzelhandel erwirbt und auch preisintensive Anschaffungen wie Möbel traditionell noch im Möbelhaus gekauft werden. Auch bei Medikamenten oder Lebensmittel, wo die Qualitätsprüfung und Beratungsleistung eine hohe Relevanz hat, fällt die Entscheidung mehrheitlich auf den Einzelhandel. Dass auch diese traditionell im Einzelhandel verorteten Produktkategorien jedoch immer mehr Kunden an den Online-Handel abtreten müssen, verdeutlicht die Tendenz, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen im Wandel befinden - weg vom traditionellen Einzelhandel hin zum Online-Shopping.