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Den Weg in die Cloud meistern

Flexibler Einstieg in die digitale Transformation - Auf den richtigen Partner kommt es an.
Mark Borgmann | 22.04.2016
Die Digitalisierung ist längst im Alltag der Kunden angekommen. Sie surfen im Internet, tauschen sich auf Facebook aus, sehen Youtube-Videos an und springen dabei ganz selbstverständlich von einem Kanal und einem Gerät zum anderen. Social-Media-Plattformen ermöglichen zudem neue Kommunikationswege. All dies beeinflusst auch das Verbraucherverhalten. Kunden erwarten heute schnelle Reaktionszeiten, eine persönliche Ansprache und auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Inhalte. Das heißt, den richtigen Content zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal an die richtige Zielgruppe zu bringen. Was simpel klingt, ist hochkomplex. Nur auf Basis von Big Data und integriertem Cross Channel Marketing lässt sich dies umsetzen. Hier kommen Cloud-Lösungen ins Spiel: Sie bieten Unternehmen eine kosteneffiziente Möglichkeit, die digitale Transformation mit minimalem Aufwand zu vollziehen und sich einen wertvollen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Aber kaum ein Unternehmen startet mit einer Cloud-Umgebung auf der "grünen Wiese". Wo früher Sicherheitsbedenken den Schritt in die Cloud gebremst haben, rücken heute die Themen Integration und Management verschiedener IT-Plattformen und Anwendungen in den Fokus. Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz der Cloud ist ein durchdachtes Vorgehen – sowohl bei der Auswahl der richtigen Lösung, als auch bei der Entscheidung für einen Anbieter.



Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen stuft Cloud-Computing als wichtigste Technologie im Zusammenhang mit der digitalen Transformation ein. Dies gilt sowohl für die Fachbereiche als auch die IT-Abteilung.
Bild: IDC


Immer mehr Unternehmen sind von den Vorteilen der Cloud überzeugt. Laut einer aktuellen Studie von IDG Connect und Oracle ist die überwältigende Mehrheit (92 Prozent) der befragten 458 Unternehmen (aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika) überzeugt, dass sie mit Hilfe der Cloud Innovationen schneller umsetzen können. Andererseits hat eine aktuelle Studie von Dynamic Markets ergeben, dass etwa 50 Prozent der Unternehmen SaaS-Projekte aufgeben, weil sich die Cloud-Anwendungen nicht in die bestehende IT-Landschaft integrieren lassen. Weiterhin hatten 54 Prozent der befragten Unternehmen aus diesem Grund bereits Probleme, Projekte im vorgesehenen Zeitraum abzuschließen.

Sorgfältig sondieren

Die Wahl des „richtigen“ Cloud-Anbieters ist also entscheidend, gestaltet sich aber angesichts der vielfältigen Angebote auf dem Markt zunehmend schwieriger. Es gibt jedoch einige grundlegende Kriterien, die Unternehmen und Marketing-Entscheider helfen, den richtigen Partner zu finden:

• Modulares Portfolio

Wer Cloud-Angebote unterschiedlicher Provider nutzt, muss diese aufwendig integrieren. Das bindet Kapazitäten und erhöht die Kosten. Werden Cloud-Lösungen jedoch aus einer Hand bezogen und können modular ergänzt werden, erleichtert dies den Einstieg in die Cloud und ermöglicht das Aufstocken aufeinander abgestimmter Cloud-Anwendungen ohne Debugging, Redesign oder langwierigen Testläufen.

• Einfacher Wechsel zwischen „on-premise“ und Cloud

Aufgrund laufender Lizenzverträge und bestehender Hardware erfolgt der Wechsel in die Cloud in der Regel schrittweise. Daher müssen die Funktionalitäten und der „Look and Feel“ möglichst identisch sein, um unübersichtliche IT-Umgebungen mit großem Managementaufwand zu vermeiden. Im Idealfall kann der Anbieter sowohl in der Cloud als auch on-premise 100 Prozent identische Services, Plattformen und Anwendungen bieten.

• Die Marktposition im Blick behalten

Neben dem Angebot selbst sollten Marketer auch auf Branchenerfahrung sowie Innovations- und Finanzstärke des Anbieters achten. So lassen sich Zukunftsrisiken ausschließen und einer langfristigen Zusammenarbeit steht nichts im Wege.

Flexibler Einstieg in die digitale Transformation



Für Anwender ist es von Vorteil, wenn er alle relevanten Cloud-Services aus einer Hand erhält, also von einem Cloud Service Provider.
Bild: Oracle

Ziel hinter jeder Cloud-Strategie ist es, Kosten zu senken und Ressourcen frei zu schaufeln, um sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren zu können. Daher sollten bei der Wahl des Marketing Cloud Anbieters auch immer folgende Aspekte beachtet werden:

Offene Standards: Der Cloud-Provider sollte Flexibilität der Integration und Kompatibilität mit bestehenden Systemen und Anwendungen bieten. So haben Unternehmen die freie Wahl, welche proprietären Systeme und Anwendungen sie weiter nutzen wollen.

Innovationsstärke: Muss der Anbieter externe Lösungen oder zentrale Hardware-Komponenten zukaufen und integrieren, ergeben sich daraus Abhängigkeiten von Drittanbietern und arbeitsaufwendige Schnittstellen. Vorzugsweise verfügt er daher über umfangreiche Eigentumsrechte an den von ihm angebotenen Produkten.

Integrationsservices und –kompetenz: Die Komplexität steigt, wenn Lösungen unterschiedlicher Cloud-Anbieter zum Einsatz kommen. Daher sollte der Integrationsservice des Providers in jedem Fall Konnektoren für Applikationen, Transformation Mapper und Tools für das Monitoring der Integration von Privat- und Public-Cloud-Diensten umfassen.

Auf den richtigen Partner kommt es an

Längst ist die Frage nach dem „Cloud – ja oder nein“ in den Hintergrund getreten. Wer aus der Cloud jedoch ein zukunftsfähiges Modell machen will, braucht einen professionellen Partner, der über Branchenerfahrung verfügt, dank seiner Innovationskraft auch langfristig für seine Kunden da ist und vor allem in der Lage ist, Cloud-Silos aufzubrechen. Grundsätzlich gilt: Cloud-Provider, die ein umfassendes Lösungsset aus einer Hand anbieten – möglichst über alle drei Cloud-Layer (IaaS, PaaS und SaaS) hinweg – vereinfachen es Unternehmen ihre IT-Ressourcen zu nutzen und machen effizientere Prozesse und eine schnellere Umsetzung von Innovationen möglich.