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Wie Social Media das Marketing verändert

Marketing im Wandel: Welchen Einfluss Soziale Netzwerke im B2B und B2C haben und wie man diese Veränderungen am besten und effizientesten umsetzt.
Lena Corsten | 02.06.2020
Wie Social Media das Marketing verändert © Lena Corsten
 

Erinnern Sie sich an die Zeit vor den Sozialen Medien? Zugegeben, es ist schon etwas her, dass Facebook, Instagram und Co. noch unbekannt und unberührt waren. Dienten die Plattformen früher eher dem privaten Nutzen, sind sie heute kaum aus der Werbebranche wegzudenken. In den folgenden Punkten hat Social Media das Marketing nachhaltig verändert – und optimiert:

1. Große Reichweite mit geringem Aufwand

War es vor einigen Jahren noch so, dass es sehr schwierig oder kostspielig war, schnell viele Leute zu erreichen, machen die Sozialen Medien es Unternehmern viel einfacher: Einen Post setzen, für ein paar Euro bewerben, die Zielgruppe genau auswählen – fertig. Und selbst ohne das kostenpflichtige Bewerben ist es oftmals viel einfacher über Facebook, Instagram und Co. viele Menschen zu erreichen. Alleine Facebook hat aktuell ca. 2,6 Milliarden aktive Nutzer!

 

Tipp: Die Social Media Werbung sollte gut durchdacht und mit einem entsprechenden Marketingkonzept entwickelt werden. Es gibt mittlerweile viele Unternehmen, die Social Media Kampagnen starten. Wahllos irgendwelche Beiträge setzen nützt also wenig. Stechen Sie aus der Masse heraus!

2. Influencer Marketing

Der Begriff „Influencer“ schwirrt nun schon einige Zeit durch das Web und wird oftmals belächelt. Tatsächlich erzielen Influencer die gewünschten Effekte jedoch durchaus: Geworben wird nicht mehr mit anonymen Models, sondern mit bekannten Gesichtern der YouTuber- und Instagram-Szene. Es scheint mehr eine Empfehlung eines guten Bekannten als Werbung zu sein. Auch wenn mittlerweile klar sein sollte, dass hinter diesen „Empfehlungen“ Verträge stecken, zeigen sie oft Wirkung. Denn: Influencer haben eine Community, die ihnen vertraut – auch wenn sie für ihre Empfehlungen bezahlt werden.

 

Tipp: Stellen Sie sicher, dass Sie auf Werbepartner setzen, die echtes Interesse an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung haben und in Ihr Konzept passen. Wahllos irgendeinen Influencer beauftragen, der Empfehlungen vorspielt, ist kontraproduktiv. Denn das wird schnell bemerkt.

3. B2C – Der Kunde ist involviert

Anders als bei klassischer Werbung, hat der Kunde die Möglichkeit, in den Sozialen Medien direkt mit dem Unternehmen zu interagieren. Er kann Fotos und Beiträge kommentieren, liken, teilen oder das Unternehmen auf eigenen Posts verlinken. Das schafft eine persönlichere Vertrauensbasis – der Kunde fühlt sich involviert. Natürlich bieten die Sozialen Medien damit auch die Möglichkeit, öffentliche Bewertungen zu hinterlassen – egal ob positiv oder negativ. Das heißt: Auch Kritik ist viel transparenter für die Öffentlichkeit als bei einer internen Reklamation, die nirgendwo im Web auftaucht.

 

Tipp: Wird negatives Feedback hinterlassen, können Sie das positiv nutzen: Mit zuvorkommenden Entschuldigungen/Antworten und Reaktionen zeigen Sie den Usern, dass Sie auf Kritik eingehen und um die Zufriedenheit Ihrer Kunden bemüht sind.

4. Umfangreiche Zielgruppen-Bestimmung

Social Media ermöglicht eine viel genaueres Targeting als viele klassische Werbemittel. Alter, Interesse, Geschlecht, Wohnort und vieles mehr – wird eine Kampagne im Sozialen Web gestartet, können die unterschiedlichsten Zielgruppen-Merkmale ausgewählt werden. Gleichzeitig kann je nach Plattform eine ganz andere Zielgruppe angesprochen werden. So wird ein jüngeres Publikum eher über Instagram als über Facebook erreicht, B2B ist eher bei LinkedIn möglich etc.

 

Tipp: Vor dem Start einer Social Media Kampagne, sollten Sie eine umfassende Zielgruppen-Analyse durchführen. Manchmal ist die eigentliche Zielgruppe nämlich eine andere als die, die Unternehmer im Kopf haben. Liefern Sie keine Kampagnen an Personen aus, die grundsätzlich kaum Interesse an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung haben.

5. Effektive Personalgewinnung

Stellenanzeigen in Printmedien erzielen häufig längst nicht mehr den gewünschten Effekt wie früher. Gerade junge Generationen und Berufseinsteiger setzen mehr auf die Sozialen Medien. Das heißt: Plattformen wie LinkedIn sind wertvoller für die Personalsuche denn je. Hier können sich Arbeitgeber und -nehmer schnell ein Bild voneinander machen, Kompetenzen und Qualifikationen austauschen und unkompliziert in Kontakt treten. Das ist oft viel effizienter als einfache Anzeigen.

 

Tipp: Heutzutage wirbt weniger der Bewerber um eine Stelle, sondern eher das Unternehmen für den Bewerber. Zeigen Sie auf Ihren Social Media Profilen also, weshalb Sie ein guter Arbeitgeber sind. Sei es mit Posts über Firmenfeste, zufriedene Mitarbeiter oder Ähnliches: Machen Sie sich attraktiv!

 

Wer denkt, Social Media hätte das klassische Marketing ersetzt, denkt falsch. Vielmehr ergänzen die Plattformen bisherige Werbemöglichkeiten. Unternehmen können und sollten aktiv in den Sozialen Medien sein. Profitieren Sie von den vielfältigen Vorteilen, die diese modernen Plattformen bieten.