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Gute Manieren auch zu Luft

Der Flugzeug-Knigge
Simone Leipersberger | 27.02.2007
Fliegen Sie mit Linie oder Charter zu Ihrem Urlaubsort, ist es gut gewisse Verhaltensregeln im Flieger zu beachten. Knigge.de stellt Ihnen diese kurz und bündig vor.
Das 1x1 der guten Manieren zu Luft:

* Begrüßen Sie Ihre Sitznachbarn.

* Beanspruchen Sie nicht automatisch beide Armlehnen, arrangieren Sie sich lieber höflich mit Ihren Mitfliegern.

* Sprechen Sie im Allgemeinen nicht zu laut. Und schon gar nicht über andere Menschen - wer weiß, wer hinter Ihnen Platz genommen hat?

* Ziehen Sie sich beim Aufstehen nicht am Vordersitz hoch, Sie beeinträchtigen dadurch empfindlich den Komfort Ihres Vordermannes.
Zudem wird Ihre Vorderfrau nicht sehr erfreut sein, wenn Sie ihr dabei an den Haaren ziehen.

* Reisen Sie mit Kindern, sollten Sie diese gut während des Fluges beschäftigen. Spiele, Hörbücher oder Malutensilien können dabei äußerst praktische Helfer sein. Damit sich die lieben Kleinen nicht zu schnell langweilen. Andernfalls könnten dies sonst auch Ihre Mitreisenden büßen müssen.

Klatschen bei der Landung

Etwas komplizierter wird es bei der Frage des Beklatschens gelungener Landungen. Hier spalten sich die Geister. Sicherlich, als Vielflieger käme man nicht auf den Gedanken morgens und abends wieder bei Rückkehr am Heimatflughafen die sanfte Landung mit Applaus zu quittieren.
Schließlich ist für jene Reisende das Flugzeug ein Verkehrsmittel wie jedes andere; Routine eben.
Anders gestaltet sich dies bei Ferienreisenden. Zur Urlaubsstimmung gesellt sich wohl auch jene Bewunderung, die den Piloten und deren Leistung gebührt. So wie Menschen andere bewundern - Artisten, Schauspieler, Chirurgen - die etwas können, was man selber nicht vermag. Bei außereuropäischen Zeitgenossen, die nicht selten bei Landungen begeistert applaudieren und oder sich bekreuzigen, handelt es sich zudem oftmals um eine kulturelle Usance. Sie bekunden somit ihre Freude darüber, dass ihnen das Schicksal milde gestimmt war. Mitleidiges Naserümpfen wäre somit in jedem Fall kein Ausdruck von Manieren, sondern vielmehr von ignorantem Dünkel.
Mehr zum Thema Umgangsformen und Lebensstil finden Sie unter:
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