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Mitarbeitermagazine – Klimapflege für das Unternehmen

Moderne Zeitschriften binden die Mitarbeiter. Glaubwürdige Berichterstattung über das Unternehmen motivieren und erhöhen das Wertgefühl.
Wolfgang Scheible | 22.04.2009
Laut einer Umfrage der Potsdamer Unternehmensberatung Gallup (Gallup-Engagement-Index 2008*) zufolge fühlen sich 67 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland kaum noch an ihr Unternehmen gebunden und machen „Dienst nach Vorschrift“, 20 Prozent haben sogar innerlich bereits gekündigt. Professionelle Mitarbeitermagazine könnten diesen Zustand vielleicht verbessern und die Anzahl der zufriedenen Beschäftigten erhöhen. Denn Mitarbeiter wollen ernst genommen, gefragt, beteiligt und informiert sein. Deshalb sollten in der internen Kommunikation über betriebliche Zusammenhänge, Sachverhalte und Zukunftsentscheidungen berichtet werden. Häufig erscheinende Mitarbeitermedien haben den Vorteil, dass die Mitarbeiter Entscheidungen nicht erst aus der Wirtschaftspresse erfahren. Die Transparenz des Unternehmens ist ein Plus und fördert das Verständnis in der Belegschaft.

Vorbei sind die Zeiten, in der Jubiläen und Betriebsfeiern die Highlights einer Mitarbeiterzeitung waren. Die qualitativen Anforderungen sind mit anderen Zeitschriften und Zeitungen vergleichbar. Schnappschüsse mit der Digitalkamera haben ausgesorgt. Ein modernes Layout, hochwertige Bilder, ansprechende Texte und abwechslungsreiche Heftdramaturgie sind der Schlüssel zum Mitarbeiter. Es spiegelt die Wertigkeit wieder und fördert das „Wir-Gefühl“. Unterschiedliche journalistische Stile wie Reportage, Interview oder Glosse sollten auch hier nicht fehlen. Best-Practice-Artikel veranschaulichen die Firmenkultur und zeigen Lösungen auf. Ob es nun um technische Lösungen geht, dem Ideenwettbewerb oder das Verhalten gegenüber Kundenbeschwerden. Aber genauso kann der einzelne Mitarbeiter vorgestellt oder zum Beispiel die Arbeit der Werksfeuerwehr beschrieben werden. Die Mischung macht's! Und übrigens: die Jubilare sollen natürlich auch weiterhin vorgestellt werden, warum nicht in Verbindung mit der Unternehmensgeschichte.

Viele Mitarbeiterzeitschriften werden in Unternehmen verteilt. Optimaler aber ist der Versand nach Hause – die Unternehmensbotschaften erreichen so auch die Familie und den Freundeskreis und treffen somit auf Multiplikatoren. Positive Teilnahme aus der Familie fördert auch die Leistungsfähigkeit und die Bindung zum Unternehmen.

Laut Gallup hat eine hohe Mitarbeiterbindung erheblichen Einfluss auf das Empfehlungsverhalten. Lediglich 20 Prozent der Mitarbeiter ohne emotionale Bindung sind gewillt, die Produkte und Dienstleistungen ihres Arbeitgebers ohne Einschränkung weiterzuempfehlen, verglichen mit 71 Prozent mit einer hohen emotionalen Bindung.

* Quelle: http://gmj.gallup.com/content/117376/Employee-Disengagement-Plagues-Germany.aspx

Zum Autor:
Wolfgang Scheible, Diplomdesigner, ist Inhaber eines Designbüros und gestaltet Kundenzeitschiften.
Zusammen mit Journalisten und PR-Fachleuten ist er Gesellschafter von "kiosk:mediendienste"
Kontakt: info@grafik-designer.com

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