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E-Commerce trägt zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bei

Weißbuch: Wie E-Commerce dazu beitragen kann, das grundgesetzlich verankerte Politikziel einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu sichern.
bevh | 29.11.2018
© bevh
 
Die Erreichbarkeit von Ladengeschäften für Güter und Waren des täglichen Bedarfs hat sich in vielen Teilen Deutschlands, ganz besonders in ländlichen Regionen, verschlechtert. In den letzten Jahren hat vor allem die Anzahl kleiner Fachgeschäfte, Apotheken und Lebensmittelhändler, die fußläufig erreichbar sind, abgenommen. Nur noch in Großstädten sind Supermärkte heute noch problemlos zu Fuß erreichbar. Je kleiner der Ort, desto weiter die Entfernung. In kleinen Gemeinden auf dem Land müssen die Anwohner mancherorts jetzt schon knapp 3,5 Kilometer für den Einkauf zurücklegen, das ist eine Stunde zu Fuß. Schon dieses Beispiel zeigt die signifikanten Unterschiede zwischen den Einkaufsmöglichkeiten in Stadt und Land.

Wie E-Commerce dazu beitragen kann, das grundgesetzlich verankerte Politikziel einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu sichern, diskutieren der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Händlerbund e.V. gemeinsam mit weiteren Fachverbänden sowie Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft im heute online publizierten „Weißbuch Versorgung – Stadt, Land, Gesellschaft“. In den Themenblöcken: „Handel, Logistik, Mobilität, Digitalisierung, Arbeit, Gesundheit und Nachhaltigkeit“ wird rund um das Thema Versorgung aufgezeigt, wo Herausforderungen und Potentiale für Stadt und Land liegen.

„Dort, wo ‚Tante Emma‘ nicht mehr ist und kein Bus mehr hinkommt, leistet der E-Commerce immer stärker seinen Beitrag zur Grundversorgung der Bevölkerung. Er hilft bei der möglichen Revitalisierung strukturschwacher Räume. Das gilt nicht nur für den Einkauf, sondern auch für Dienstleistungen, Kultur und Gesundheitsfürsorge“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Die vom bevh gemeinsam mit dem Händlerbund entwickelte Online-Publikation lädt aber auch zum Mitmachen ein: Das „Weißbuch Versorgung“ erscheint als „dynamisches Dokument“, das immer wieder mit neuen Entwicklungen, Ideen und Erkenntnissen ergänzt wird. Alle Interessierten, sowohl Laien, als auch Fachleute, sind deshalb herzlich eingeladen, sich über eine Kommentarfunktion mit Anregungen und Anmerkungen an seiner Ergänzung und Fortschreibung zu beteiligen. Ganz besonders freuen wir uns über die Zusendung von Best-Practice-Beispielen in Form von Projekten, Initiativen oder Unternehmen, die zeigen, wie diese bereits heute ihren Teil dazu beitragen, die Versorgung zu verbessern.

Florian Seikel, Director Public Affairs und Verbandswesen des Händlerbundes e.V: „Für uns als Wirtschaftsverbände aus dem digitalen und stationären Handelssektor ist die Frage nach der Zukunft des Handels und den Veränderungen für uns und unsere Umwelt eine Frage, mit der wir uns Tag für Tag auseinandersetzen. Mit dem Weißbuch Versorgung wollen wir gemeinsam neue Entwicklungsmöglichkeiten für den E-Commerce und Versandhandel bewerten.“