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E-Mail-Award zeigt wie gute E-Mailings aussehen

Gute E-Mails sind kein Selbstläufer, sondern erfordern Zielgruppenkenntnis, Kreativität und harte Arbeit. Die Besten wurden prämiert.
Torsten Schwarz | 21.05.2015

Immer mehr Unternehmen stellen fest, dass die Anforderungen an klickstarke E-Mails steigen. Durchschnittliche Werbemails werden meist ungelesen gelöscht. Dabei ist der ROI (Return on Invest) nach wie vor doppelt so hoch wie beim Suchmaschinenmarketing. Der Mehraufwand rechnet sich. Gute E-Mails sind kein Selbstläufer, sondern erfordern Zielgruppenkenntnis, Kreativität und harte Arbeit. Eine gelungene E-Mail-Kampagne verursacht keine hohen Versandkosten, dafür aber umso mehr Personalkosten. Es gibt viele gute Beispiele klickstarker Kampagnen und die besten wurden Ende April beim DialogSummit mit dem E-Mail-Award prämiert.

Der Award gliedert sich in zwei Kategorien: E-Mailing und Newsletter. E-Mailings sind im Rahmen spezieller Kampagnen verschickte Mailings, die oft an speziell selektierte Zielgruppen gerichtet sind. In der Kategorie „Newsletter“ werden regelmäßige Aussendungen bewertet, die oft an den gesamten Verteiler gerichtet sind und meist mehrere verschiedene Inhalte übermitteln. Bewertet wurden die kreative Idee, die ansprechende Gestaltung und der Erfolg der Maßnahme. Aus den knapp sechzig Einreichungen setzte eine internationale Jury zwölf Arbeiten auf die Shortlist. In der Kategorie E-Mailing gewannen Payback, Eismann und Hutchison Drei Austria. In der Kategorie Newsletter wurden Hutchison Drei Austria, KARE Online und Media Markt Österreich mit einem Award belohnt.

In der Kategorie E-Mailing gewann PAYBACK mit einer Kampagne an Reiseinteressierte, bei der acht verschiedene soziodemographische Gruppen mit jeweils unterschiedlichen und auf die Zielgruppen abgestimmten Bild- und Textwelten angeschrieben wurden (Agentur: gkk DialogGroup). Gegenüber einer nichtpersonalisierten Standardmail erhöhte sich der erzielte Umsatz um fast die Hälfte. Die Ansprache älterer Frauen, die Erholung suchen unterscheidet sich zum Beispiel stark von der Mail, die an jüngere, abenteuerlustige Frauen ging.

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Eismann wurde für seine Kampagne prämiert, Besteller persönlich rund um den nächsten Lieferservice zu informieren (Agentur: promio.net). Die Kunden erhalten eine Mail, in der der nächste Besuch angekündigt wird. Ein Foto des ausliefernden Fahrers wird auch gleich mitgeliefert. Nach der Lieferung gibt es individuelle Rezepte zu den bestellten Produkten.

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Hutchison Drei Austria wurde für seine animierte Fußballkampagne belohnt (Agentur: Dialogschmiede). Bewegtbild erzeugt nicht nur im E-Mail-Marketing Aufmerksamkeit. Das Problem an E-Mails ist jedoch, dass Videos nicht abgespielt werden. Hutchison nutzt daher animierte Grafiken (GIF), um Bewegung in die Mail zu bringen. Ein Fußballspieler läuft von oben nach unten durch das Spielfeld.

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In der Kategorie Newsletter gewann ebenfalls Hutchison Drei Austria – diesmal mit einem interaktiven Omnichannel-Weihnachtsnewsletter (Agentur: Dialogschmiede). Die E-Mail verlinkt auf eine App, mit der man sich die virtuelle Kerze anzünden und dann das Licht an Freunde weitergeben kann. Mit der App wird eine Spendenaktion der Caritas für Obdachlose unterstützt.

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Platz zwei ging an KARE Online, die Segmentierung mit einer sehr persönlichen und sympathischen Ansprache verbanden (Agentur: Wiesbaden am Meer). Männer erhielten einen anderen Text als Frauen. Die jeweiligen Texte waren mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen getextet und kamen entsprechend sympatisch herüber. Dafür sparte man sich die sehr aufwendige grafische Segmentierung. Das bedeutet, dass zwar eine persönliche Ansprache erreicht wurde, aber trotzdem nicht zwei statt einer Layout-Variante angefertigt werden musste.

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Platz drei ging an Media Markt Österreich für seine zweistufige, die Nutzerreaktionen einbeziehende Kampagne (Agentur: Dialogschmiede). Ein durchdringender Schrei war das Motiv der Kampagne. Da ist dem Anbieter natürlich die Aufmerksamkeit gewiss gewesen, aber wie kommt das in einem Großraumbüro an?

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