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Musik-Downloads erreichen höchsten Wert aller Zeiten

Fast 12 Millionen Downloads im ersten Halbjahr 2006 / Umsatz klettert auf 21,2 Millionen Euro / Musikmesse Popkomm startet am Mittwoch

Berlin, 18. September 2006
Noch nie wurde in Deutschland so viel Musik im Internet gekauft wie im ersten Halbjahr 2006. Die Anzahl der Downloads kletterte auf 11,71 Millionen, der Umsatz auf 21,2 Millionen Euro. Damit ist der Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel gewachsen. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt – zwei Tage vor Beginn der Musikmesse Popkomm. „F&uuml;r die Musikindustrie ist der digitale Vertrieb damit endg&uuml;ltig zu einem der wichtigsten Standbeine geworden. W&auml;hrend der Absatz klassischer Tontr&auml;ger weitgehend stagniert, legen die Downloads zweistellig zu“, sagte BITKOM-Pr&auml;sident Willi Berchtold.



Besonders beliebt ist Musik aus dem Internet offenbar bei M&auml;nnern. Ihr Anteil unter allen K&auml;ufern liegt derzeit bei 64 Prozent – &auml;hnlich wie in den Vorjahren. Leichte Ver&auml;nderungen gibt es hingegen bei den Preisen. F&uuml;r einen Download bezahlen die Deutschen aktuell im Durchschnitt 1,79 Euro, vor einem Jahr waren es noch 1,89 Euro. Bei den Berechnungen wurde ein Album mit mehreren Songs als ein einzelner Download gez&auml;hlt. Auf das Gesamtjahr bezogen, ergeben sich f&uuml;r 2004 knapp 8,5 Millionen Downloads und ein Umsatz von 14,6 Millionen Euro. Im Folgejahr kletterten die Werte auf 19,57 Millionen Downloads und 35,8 Millionen Euro Umsatz.

Ein wesentlicher Grund f&uuml;r den Siegeszug der Online-Musik ist der anhaltende Boom von Breitbandanschl&uuml;ssen bei sinkenden Verbindungspreisen. „Etwa 50 Prozent aller Nutzer haben bereits eine Flatrate“, sagte Berchtold. Bis zum Jahresende soll die Anzahl der Breitbandanschl&uuml;sse hierzulande auf etwa 14 Millionen ansteigen. Zus&auml;tzlichen Schub bringen die neuen technischen M&ouml;glichkeiten, mit denen sich Urheberrechte verl&auml;sslich sch&uuml;tzen lassen. Von der Politik erwartet Berchtold, dass diesem jungen Markt keine Hindernisse in den Weg gestellt werden. Mit Blick auf die im Bundestag anh&auml;ngige Reform des Urheberrechts empfahl Berchtold deshalb eine z&uuml;gige Verabschiedung des Gesetzentwurfes in seiner jetzt vorliegenden Form.

Breitbandanschl&uuml;sse und neue Technologien zum Schutz digitaler G&uuml;ter befl&uuml;geln auch andere Download-M&auml;rkte, etwa den f&uuml;r Videos. Ob Spielfilme, Serien oder Dokumentationen - noch nie wurden so viele Videos legal aus dem Internet abgerufen wie in diesem Sommer. Mit 160.000 kommerziellen Video-Downloads pro Monat ist dieser Markt nach BITKOM-Sch&auml;tzungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent gewachsen. Im Sommer 2005 waren die Anbieter hier zu Lande noch auf durchschnittlich 110.000 Abrufe im Monat gekommen.

Ansprechpartner
Stephan Kahl
Pressesprecher Public Sector &amp; Neue M&auml;rkte
+49. 30. 27576-119
Fax +49. 30. 27576-400
s.kahl@bitkom.org

Florian Koch
Bereichsleiter Digitale Medien &amp; E-Dienste
+49. 30. 27576-249
Fax +49. 30. 27576-400
f.koch@bitkom.org

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vertritt mehr als 1.000 Unternehmen, davon 800 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Besch&auml;ftigten. Hierzu z&auml;hlen Ger&auml;tehersteller, Anbieter von Software, IT-Services, Telekommunikationsdiensten und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere f&uuml;r bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.