print logo

4 Hacks für personalisierte Trigger-Kampagnen

Guter Content ist das A & O: So nutzen Sie KI-basierte Trigger-Kampagnen, um die Relevanz Ihrer Dialogmarketing-Kampagnen effizient zu steigern.
Episerver GmbH | 12.06.2020
4 Hacks für personalisierte Trigger-Kampagnen © Photo by Patrick Tomasso on Unsplash
 

Kunden immer genau das Produkt anbieten, das sie möchten – am besten auch noch genau in dem Moment wenn sie es möchten. Welches Unternehmen will das nicht?  Marius Kahlert, Business Consultant bei Episerver, hat vier Hacks zusammengestellt, wie Sie mit KI-basierten Personalisierungs-Lösungen wie Episerver Personalization Ihre Trigger-Kampagnen verbessern und Ihre Personalisierungsmaßnahmen vorantreiben. Somit steigern Sie die Relevanz Ihres Dialogmarketings und die Performance Ihrer Kampagnen.

Hack #1: Geben Sie besonderen Onsite-Kampagnen mit Trigger-Mails einen weiteren Push

Wie häufig nutzen Sie individuelle Landingpages für spezielle Events? Besondere Ereignisse werden von unseren Kunden oft in großem Stil auf der Online-Präsenz mit individuellen Kampagnen-Landingpages bespielt. Denken Sie beispielsweise an eigene Seiten für Feiertage wie Ostern, Black Friday oder Weihnachten – oder Seiten mit saisonalem Charakter (z. B. Sommer-Looks im Fashion-Bereich). Diese Landingpages haben oft nur eine begrenzte zeitliche Relevanz und gehen nach einiger Zeit wieder offline. Nichtsdestotrotz eigenen sich gerader diese Pages für Trigger-Kampagnen im E-Mail-Marketing.

Der Besuch einer Landingpage ist oft ein Indikator für das Interesse an dem jeweiligen Thema. Wird eine Landingpage sogar öfter pro Session besucht, ist die Relevanz der Inhalte noch eindeutiger. Besucher, die (mehrfach) eine bestimmte Kampagnen-Seite aufgerufen, jedoch nicht konvertiert haben, können Sie somit gut über eine nachgelagerte Trigger-E-Mail bespielen. So holen Sie Ihre Abonnenten mit einer E-Mail ab, die thematisch auf die Landingpage zugeschnitten ist. Nutzen Sie diese Trigger-Mail beispielsweise, um weitere Inhalte zu kommunizieren, passende Produkte zu bewerben oder vielleicht sogar mit einem Gutschein nachzuhelfen.

Hack #2: Nutzen Sie beliebte Suchanfragen für Ihre hochpersonalisierten Trigger-Kampagnen

Verfügen Sie über eine Suchfunktion in Ihrem Online-Shop? Auch Suchanfragen eigenen sich perfekt für den Einsatz von nachgelagerten Trigger-Kampagnen. Wenn ein Website-Besucher aktiv über das Suchfeld nach einem Produkt, einer Marke oder einer Kombination aus beidem sucht, können Sie von einem gesteigerten Interesse ausgehen. Dass es nicht zum Kauf kommt, kann vielfältige Gründe haben – zum Beispiel entsprach das Produkt nicht den Erwartungen (preislich oder in der Ausführung) des Suchenden oder der Besucher war abgelenkt und hat die Session abgebrochen. In jedem Fall lohnt es, hier am Ball zu bleiben.

Bestenfalls greift eine Trigger-Kampagne die abgebrochene Suche auf und versendet eine E-Mail, die inhaltlich und gestalterisch die Suche wieder aufgreift. Schon der Betreff kann auf den Suchbegriff verweisen und die Mail kann vom Header bis zum Footer auf die Suche individualisiert sein.

Wir empfehlen, diesen Such-Trigger nur für Ihre volumenstärksten Suchbegriffe im Online-Shop zu realisieren. Ganz nach dem Long-Tail-Prinzip aus dem SEO gehen wir davon aus, dass granulare Suchen mit mehreren Begriffen bessere Performance liefert – jedoch zeigen diese kleinteiligen Suchen geringere Trafficzahlen und führen somit wahrscheinlich zu sehr limitierten Versandvolumen. Eine Vorab-Analyse mit den Kollegen aus dem E-Commerce ist daher ratsam, um die stärksten Suchanfragen zu definieren.

Hack #3: Triggern Sie eine Push-Nachricht anstelle eines Newsletters

Haben Sie eine eigene App und möchten Push-Mitteilungen versenden? Haben Sie vielleicht schonmal über Browser-Push nachgedacht? Die Benachrichtigungspräferenzen Ihrer Kunden sind sehr unterschiedlich – freut sich Kundin A über Ihre regelmäßigen Newsletter, möchte Kunde B lieber Push-Nachrichten über die App empfangen. Und Kundin C surft viel im Browser und möchte via Browser-Push über Neuigkeiten informiert werden.

Setzen Sie also nicht nur auf den E-Mail-Kanal, sondern probieren Sie auch Trigger-Kampagnen über Push-Nachrichten oder Browser-Push aus. Das ist vor allem dann spannenden, wenn Sie Ihr Dialogmarketing um Push-Nachrichten erweitern wollen, um eine größere Audience erreichen zu können.

Hack #4: Triggern Sie Nachrichten nur für bestimmte Produktkategorien, Marken oder andere Attribute

Möchten Sie festlegen, dass bestimmte Trigger nur für definierte Produkte, Kategorien oder Marken angestoßen werden? Dann legen Sie für Ihre Trigger Kriterien fest, die ein Produkt erfüllen muss, damit In-Session Trigger und tägliche Trigger ausgesteuert werden. Der Trigger wird nur für die Besucher ausgelöst, die während der Session Produkte angesehen haben, die den erweiterten Kriterien entsprechen.

Diese Option ermöglicht es Ihnen, die Trigger weiter einzuschränken und zu verfeinern. Sie können damit beispielsweise einen Session-Abbrecher-Trigger für eine bestimmte Marke realisieren. Website-Besucher, die sich für Produkte dieser Marke interessiert haben, können so mit einem stark gebrandeten Newsletter abgeholt werden. Auch können Sie einen Preisalarm für bestimmte Produktkategorien anstoßen oder ein Nachkaufmailing aufsetzen für Produkte, die in regelmäßigen Abständen nachgekauft werden.

Bonus-Hack: Integrieren Sie das Surfverhalten in Ihre Segmentierung und erstellen daraus relevante Zielgruppen

Es muss nicht immer eine Trigger-Kampagne sein. Auch Ihre Regelkommunikation soll schließlich möglichst relevant für Ihre Empfänger sein.

Wie wir wissen bildet das Öffnungs- und Klickverhalten im Dialogmarketing nur einen kleinen Teil der Präferenzen und Interessen Ihrer Empfänger ab. Ein umfassenderes Bild erhalten Sie, wenn Sie auch das online Surfverhalten berücksichtigen. So ist es spannend, Ihre Newsletter-Strategie auch durch die Ansichten und Klicks im Webshop anzureichern. Ziel muss hier nicht immer der direkte Versand von Nachrichten sein. Vielmehr geht es darum den Kunden besser kennenzulernen und mit Daten aus dem Onsite-Verhalten zu befüllen. Diese Profildaten können Sie im Nachgang nutzen, um relevantere und persönlichere Inhalte zu kommunizieren.

Hat zum Beispiel ein Kunde die Kategorie „Herren-Sportbekleidung“ mehrfach in einer Session besucht, ist dieses Verhalten sicherlich interessant für Ihre Newsletter. Entsprechend können Sie Ihre Newsletter-Strategie für diese Kategorie-Visitors anpassen. In Ihrer Regelkommunikation können Sie diese Besuche berücksichtigen, indem Sie für diese Zielgruppe eine angepasste Betreffzeile integrieren, ein sportliches Header-Bild ausspielen und die Produkte dieser Kategorie als erstes zeigen. Ihrer Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt und die Möglichkeiten sind quasi unendlich.

Fazit

Sie sehen, mit den richtigen Triggern sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Kunden immer zum passenden Zeitpunkt mit relevanten Inhalten ansprechen – und das automatisch und ohne, dass Sie damit zusätzliche Arbeit haben.

Sie möchten personalisierte Trigger-Kampagnen nutzen oder suchen Untersützung bei anderen Dialogmarketing-Kampagnen? Das Episerver Business Consulting steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.