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Handschrift als Türöffner

So erreichen Sie Ihre Kunden inmitten der Flut an E-Mails und Briefen: Handschriftlich verfasste Nachrichten werden zu über 90 Prozent geöffnet.
Die FAZ meldete 2015 unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Company, dass ein Topmanager pro Jahr 30.000 E-Mails lesen muss. Das sind über 130 E-Mails pro Arbeitstag! Dazu kommt noch ein Stapel Post in gedruckter Form. Das ist eine kaum zu bewältigende Masse, die automatisch zu Selektionsmechanismen führt. Auch unterhalb der Topmanagerebene wird nicht mal mehr jede 5. E-Mail, die nicht ohnehin vom Spamfilter kassiert worden ist, geöffnet und gelesen.

Gibt es da überhaupt noch ein Durchkommen? Ja, sind immer mehr Marketing-Experten überzeugt, mit einem handschriftlich verfassten Brief. Häufig genügt schon die von Hand geschriebene Adresse, um dem Empfänger zu signalisieren, da handelt es sich um ein wirklich persönliches Anschreiben. Laut mehrerer Umfragen werden Kuverts, die von Hand adressiert sind, zu über 90 Prozent geöffnet - und zwar vor allen anderen Briefen. Auch handgeschriebene Postkarten werden mehr als gedruckte Briefe beachtet, häufig sogar als ein Zeichen der Wertschätzung zur Erinnerung an die Wand gepinnt. Das schaffen selbst attraktive, aber gedruckte Einladungen nur selten.

Aufwand und Effekt

Zugegeben: Der Aufwand für eine handschriftliche Nachricht ist größer als für eine E-Mail, die Kosten durch die Delegation an einen Dienstleister oder Mehrbedarf an eigener Arbeitszeit höher. Doch die Vorzüge, dadurch fast sicher beachtet und positiv wahrgenommen zu werden, rechtfertigt häufig die Investition, zum Beispiel bei der Topentscheider-Akquise und der Pflege besonders wichtiger Kundenbeziehungen. Ein handgeschriebener Dank für einen Geschäftskontakt ist ein besserer Erinnerungsanker bei einem Kunden als jede maschinell erstellte Nachricht.

Entgegengesetzte Trends

Dabei wurde die Handschrift aufgrund technischer Innovationen trotz ihrer Beliebtheit zunehmend zurückgedrängt. Durch den Buchdruck, die Schreibmaschine, den Telex und schließlich die Digitalisierung wurden immer kostengünstigere und schnellere Verfahren entwickelt. Inzwischen wird die Handschrift mancherorts grundsätzlich in Frage gestellt. So will zum Beispiel Finnland das Erlernen der Handschrift in der Grundschule reduzieren, um mehr Lernzeit für das Tippen auf der Computertastatur zu haben. Diese Fähigkeit sei wichtiger, verkündet das finnische Kultusministerium.

Andererseits würden sich laut einer repräsentativen Umfrage des Portals Mafo.de 80 Prozent der Deutschen darüber freuen, mehr handgeschriebene Nachrichten zu erhalten. Und laut des Pragma-Instituts meinen 91 Prozent der 16- bis 30-Jährigen, Handeschriebenes würde einen besonderen Wert darstellen. Persönlich von Hand verfasste Mitteilungen werden also durchaus vermisst. Das ist selbst dem Boulevardblatt „Bild“ aufgefallen. Am 27. Juni 2012 titelte „Bild“ in großen, selbstverständlich handgeschriebenen Lettern: „Alarm! Die Handschrift stirbt aus!“

Handschriftliches muss nicht von Hand geschrieben sein

Nun verhilft ausgerechnet die Flut an digital versendeten oder gedruckten Nachrichten der Handschrift zu einer Renaissance. Doch aufgepasst! Handgeschrieben bedeutet zwar: Nicht durch einen Drucker zu Papier gebracht. Das heißt jedoch keineswegs, dass eine menschliche Hand den Stift geführt haben muss. Bereits seit den 1960er Jahren existieren Schriftautomaten, die einen Stift führen und damit eine Handschrift immitieren können. Lange Zeit wurden sie nur für Unterschriften auf Autogrammkarten und in selteneren Fällen auf Briefen von Politikern und Prominenten genutzt. Inzwischen können dank entsprechender Software und weiterentwickelter Mechanik Schreibroboter ganze Briefe und Postkarten mit einem Füller, Kugelschreiber oder jedem anderen Schreibgerät schreiben.

Auf dem bis jetzt noch sehr überschaubaren Markt der Anbieter handgeschriebener Mitteilungen in Brief- oder Kartenform existieren entsprechend zwei Technikschwerpunkte: Da gibt es zum einen den Einsatz von Schreibrobotern, zum anderen den menschlicher Hände. Welche Methode den Vorzug erhalten soll, muss im Einzelfall anhand der Kriterien Empfänger, Ausmaß an Individualität, Zweck und Anlass entschieden werden. Wir stellen Anbieter beider „Schulen“ vor.

Legende:
Maschine = Schreibroboter schreibt
Mensch = menschliche Hand schreibt
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UnternehmenMitarbeiterGründungMethode
302004Mensch (nur Adresse)
Hondl-Direktmarketing
02007Maschine
Pensaki GmbH
02014Maschine
Punktum Handschriften Manufaktur
02003Mensch
Schreibstatt GmbH
802013Mensch
Schönschrift-Manufaktur, Wutke & Wutke GbR
22010Maschine
Signascript Schriftwerk GmbH
162008Maschine
Wunderpen GmbH
02015Maschine
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Stand April 2016