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Exklusive „Elefantenrunde“ auf der SYSTEMS Visions 2008

Nur noch 590 Wochen – welche IT-Visionen werden wahr?
Messe München GmbH | 19.09.2008
München, 19. September 2008. Auf der SYSTEMS, Europas führender Business-to-Business-Messe für Informations- und Kommunikationstechnologie, werden Industrie und Institutionen ihre aktuellen Produkte, Konzepte und Services präsentieren. Doch wie passen diese Angebote in die langfristige Strategie der Big Player? Welche Vision von der Zukunft treibt die Firmen an und welche Rolle wird ihrer Meinung nach die ITK in zwölf Jahren spielen? Die SYSTEMS fragte IBM, Microsoft, Siemens Enterprise Communications und Sun Microsystems nach ihren „IT-Visionen 2020“. Und die Top-Manager der IT-Giganten antworteten – auf der „SYSTEMS Visions“, die am 18. Oktober in München stattfand.

„Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde“, so Ken Olson, Präsident, Vorsitzender und Gründer von Digital Equipment Corp., im Jahr 1977. Er ist nur einer von vielen IT-Auguren, deren Einschätzungen dem Zeitgenossen heute ein Schmunzeln entlockt. Marktprognosen und Visionen sind trotz der Gefahr, dass sie sich als Irrtum erweisen, keine unternehmerische Kür, sie sind eine Pflicht. „Completeness of vision“, so lautet die x-Achse des renommierten „Magic Quadrant“ des Marktforschungsinstituts Gartner, in dem Unternehmen nach vier Kriterien bewertet und verortet werden – unter anderem nach ihrem Weitblick. Analysten schließen daraus auf die Innovationskraft, das kreative Potenzial und damit in gewisser Weise auch auf die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Weil die präzise Formulierung von Visionen strategisch notwendig und schwierig zugleich ist, greifen große Unternehmen immer mehr auf die Expertise professioneller Trendforscher zurück.

Lars Thomsen, der Gründer und Geschäftsführer des Beratungsbüros „future matters“ ist einer der renommiertesten Trend- und Zukunftsforscher Europas. Er moderierte die SYSTEMS Visions und die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde mit
* IBM Deutschland, Frank Sawatzke, Director of Marketing and Strategy
* Microsoft Deutschland, Ralph Haupter, Business- and Marketing-Officer
* Siemens Enterprise Communications, Deutschland, Thomas Wiemers, Vice President Strategic Marketing
* Sun Microsystems Deutschland, Donatus Schmid, Director Marketing, Sprecher der Geschäftsleitung

Für Lars Thomsen behält die Informationstechnologie ihre revolutionäre Kraft und zentrale Rolle in der Gestaltung des privaten und beruflichen Lebens: „Das Jahr 2020 erscheint uns noch in weiter Ferne, aber in weniger als 590 Wochen befinden wir uns schon dort. Die ITK-Industrie wird in dieser Zeit mehr Innovationen hervorbringen als je zuvor. Und noch einmal wird sie die Art und Weise, wie Unternehmen und Menschen arbeiten, kommunizieren und Geld verdienen revolutionieren. Ein entscheidender Faktor wird künstliche Intelligenz sein: Deutschlands knappste Ressourcen sind zukünftig ‚Human Ressources’. Daher muss (und wird!) die ITK Menschen helfen, Informationen besser zu nutzen, Freiräume zu schaffen, Kreativität zu entwickeln und die Innovationskraft zu stärken.“

Exklusiv für die SYSTEMS Visions 2008 haben vier der weltweit größten IT-Unternehmen ihre Visionen für das Jahr 2020 formuliert. Sie skizzieren die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologie für den privaten und beruflichen Lebensbereich, schildern die Veränderungen, die für die Unternehmen zu erwarten sind – und, dass die ITK-Branche einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung globaler Probleme leisten kann.

Nachfolgend die authentischen Statements der Unternehmen:

IBM Deutschland, Frank Sawatzke, Director of Marketing and Strategy
„Die IBM Vision für 2020 in Sachen IT sieht global integrierte Unternehmen, deren Geschäftsprozesse und darunterliegende Infrastrukturen flexibel, atmungsfähig, sicher und in hohem Maß intelligent sind. IT wird praktisch alle Lebensbereiche erschlossen haben und bisher noch bestehende Barrieren auch im Privatbereich - wie etwa bei Real-Time-Übersetzung - überwinden helfen.
Die IT wird dabei auch dafür sorgen, dass die meisten Menschen jederzeit auf alle von ihnen benötigten Daten an praktisch allen Orten Zugang haben können - ihre medizinischen Daten, aber auch ihre präferierte Musik oder sonstige Inhalte.
IT wird für Anwender weniger komplex sein, denn die Komplexität wird sich hinter automatisierten Systemen verbergen.
IT wird in der Lage sein, zu den drängenden Problemen der Menschheit - globale Entwicklung, Sicherung der natürlichen Ressourcen, Wissen und Bildung einen wichtigen Beitrag leisten zu können.“


Microsoft Deutschland, Ralph Haupter, Business- and Marketing-Officer
„Im Jahr 2020 haben sich neue Formen der Zusammenarbeit in vielen Unternehmen etabliert. Künftig werden immer mehr Menschen arbeiten, wann und wo sie wollen. Die Produktivität eines Unternehmens wird durch Zielvorgaben, nicht durch starre Arbeitszeiten gesteuert.
Moderne IT-Strukturen und Applikationen geben den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Freiheit, wie sie diese Vorgaben erreichen. Heutige innovative Technologien wie Unified Communications, Collaboration oder der leichte Zugriff auf Business Intelligence Daten in Echtzeit werden Standard sein. Die meisten Unternehmen profitieren dann von flexiblen und dynamischen IT-Strukturen. De facto wird dies oft ein Mix aus eigenen Rechenzentren, angemieteten Online-Services und leistungsstarken Endgeräten mit intuitiver Benutzeroberfläche sein, die Mitarbeitern zudem ein hohes Maß an Mobilität ermöglichen.
Dabei werden zunehmende Standardisierung und Interoperabilität zwischen einzelnen Systemkomponenten den Aufwand für die bloße Wartung im Vergleich zu heute deutlich reduzieren. Heute fließen durchschnittlich rund 80 Prozent der IT-Budgets in die Aufrechterhaltung der IT-Strukturen. Nur 20 Prozent in Innovationen. Bei Microsoft arbeiten wir daran, dieses Verhältnis umzudrehen und IT vom reinen Costcenter zum Business Enabler und damit zu einem Wettbewerbsvorteil für Unternehmen zu entwickeln.“


Siemens Enterprise Communications, Thomas Wiemers, Vice President Strategic Marketing
„2020 werden Informations-, Kommunikations- und Collaboration-Technologien zu einer integrierten Form von IT verschmolzen sein. Diese agile IT wird drei wesentliche Aspekte aufweisen: Personal IT, Mobile IT und Green IT.
Die Personal IT – oder rollenbasierte IT – wird eine Veränderung bewirken, ähnlich wie der Übergang vom Mainframe Computer zum Personal Computer. Auf der Grundlage eines sicheren Identity- und Access-Systems wird die Personal IT Kommunikation, Collaboration und Informationsprozesse vereinheitlichen und dem User eine intuitive Nutzung sowie einfachen Zugang bieten.
Das zweite Element der agilen IT ist die unbegrenzte Mobilität. Die Mobile IT von morgen wird mobile Kommunikation, Social Networking und Geschäftsprozesse integrieren – unabhängig von Ort und Endgerät, basierend auf IP-Breitbandverbindung. Im Privatbereich nutzen schon heute Millionen User begeistert die neuen Möglichkeiten, die sich aus der Kombination von Web 2.0 und mobilen Endgeräten ergeben.
Mit Green IT ist nicht nur der energieeffiziente Betrieb von virtualisierter Hardware gemeint. Lösungen für effizientere Formen der globalen Zusammenarbeit im Kontext von neuen, ‚virtualisierten’ Arbeitsmodellen werden etwa Geschäftsreisen zum großen Teil überflüssig machen. Die ‚grünen’ Technologien bringen echte Einsparungen für die Unternehmen und verbessern die Work-Life-Balance für die Mitarbeiter.
Grundlage für die IT von morgen ist das Bekenntnis zu offenen Standards und Architekturen anstelle von proprietären Systemen und zu neuen Formen der Zusammenarbeit von Herstellern.“


Sun Microsystems Deutschland, Donatus Schmid, Director Marketing, Sprecher der Geschäftsleitung
"The Network is the Computer" wird jedes Jahr mehr Wirklichkeit. Im Zeitalter der steigenden Anzahl von Communities und zunehmender Bedeutung von Social Media Applications steigt die Anforderung an Network Computing Infrastruktur: Bandbreite, zuverlässige Backend-Systeme und quelloffene Software. Im Jahr 2020 wird man von jedem Endgerät jederzeit und überall auf seine zentral gespeicherten Daten über das Internet sicher und schnell zugreifen können. Derzeit gibt es jedoch noch zu viele proprietäre Technologien, die den Kunden bei Investitionen in Millionenhöhe keine Wahlfreiheit lassen und Innovationen verhindern. Hersteller müssen und werden sich öffnen, offene Standards werden sich durchsetzen. Das Erfolgsmodell Java hat dies bewiesen. Offenheit bringt Vorteile für alle: niedrige Eintrittsbarrieren, Interoperabilität, geringe Forschungs- und Enwicklungskosten, mehr Sicherheit sowie niedrige Austrittsbarrieren.“

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Über die SYSTEMS
Die SYSTEMS ist die professionelle Business-to-Business-Messe für den ITK-Markt. Sie konzentriert sich auf marktreife ITK-Lösungen und filtert bzw. verstärkt die aktuellen Trendthemen zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Mit diesem Profil adressiert sie die kaufmännischen und technischen Entscheider in Unternehmen und der öffentlichen Hand. Ihre konsequente Kundenorientierung und ihr innovatives Messekonzept trägt insbesondere den spezifischen Bedürfnissen von mittelständischen Unternehmen, aber auch von Großkonzernen Rechnung.

Die SYSTEMS findet in München statt, einem der stärksten Wirtschaftsräume in Europa und einem weltweit führenden Hightech- und Medienstandort.

Den Ausstellern bietet die SYSTEMS effiziente Unterstützung im Management qualifizierter Kontakte. Besucher erhalten auf der Basis der lösungs- und themenorientierten Messestruktur ein Höchstmaß an Sicherheit und Transparenz für ihre Investitionsplanungen.

Aussteller- und Besucherzahlen der SYSTEMS sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft.

Die SYSTEMS 2008 findet vom 21. bis 24. Oktober 2008 in der Neuen Messe München statt. Die Marke SYSTEMS ist 365 Tage im Jahr präsent – unter http://www.systems.de.

Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien eine der weltweit führenden Messegesellschaften. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 66 Auslandsvertretungen, die 89 Länder betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk.

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