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„Spannende Spielwiesen“ für Medienunternehmen

20. Medientage München vom 18. bis 20. Oktober 2006
Clevere Geschäftsmodelle für „Medien auf Abruf“ und raffinierte Formate für mobile Endgeräte und IPTV gehören zu den Fragen, die klassische Medienunternehmen wie auch neue Marktplayer derzeit im Zuge der Digitalisierung und Individualisierung beschäftigen. Auch für die Film- und Kinobranche bringen diese Entwicklungen Chancen und Risiken mit sich, denn es gilt, sich angesichts sinkender Kinobesucherzahlen neu zu positionieren und alternative Geschäftsfelder aufzubauen. Als thematisch breit gefächerter Medienkongress bieten die MEDIENTAGE MÜNCHEN vor dem Hintergrund einer immer stärkeren multimedialen Verschmelzung ihren Besuchern mehr denn je die Möglichkeit, sich Anregungen aus Fachdiskussionen verschiedener Mediengattungen zu holen.

Das vollständige Kongressprogramm mit den diesjährigen Referenten ist bereits im Internet unter http://www.medientage.de abrufbar.

Kongresshighlights der MEDIENTAGE MÜNCHEN 2006:

"Es findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt"
mit Fred Kogel, Vorsitzender des Vorstandes Constantin Film:

Die Kinobranche und Filmproduzenten stehen durch die zunehmend individualisierte Mediennutzung und neue Verwertungsmöglichkeiten auf Grund neuer Vertriebswege vor großen Herausforderungen. Im Panel 4.1 Vom Zugpferd zur Altlast – muss sich das Kino neu erfinden? (Mittwoch, 18. Oktober, 14:00 Uhr) sollen diese Herausforderungen mit hochkarätigen Podiumsgästen, darunter Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender von Constantin Film, analysiert werden. Kogel: „Das Kino wird in seiner Einzigartigkeit immer Bestand haben, jedoch wird die entscheidende Frage sein, welche tatsächliche Bedeutung ihm in der Verwertungskette am Ende zukommen wird. Es findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt, den man auf Grund eines zwischenzeitlichen Besucherplus, das im Jahr 2006 im Wesentlichen zwei ‚Ausreißern’ – nämlich Ice Age 2 und Da Vinci Code – zu verdanken ist, nicht schönreden oder wegdiskutieren darf.“ Wirtschaftliche, regulatorische und politische Rahmenbedingungen müssten, so der Chef von Constantin Film, an die sich verändernde Verwertungslandschaft angepasst werden. Als zentrale Diskussionspunkte sieht er:

- die Entwicklung der Kinos hin zu Erlebnisstätten mit zielgruppenorientiertem Programm;
- eine Reduktion der Anzahl der Kinofilme und damit die Produktion von Filmen, die deutlich vom TV-Produkt unterscheidbar sind;
- die Definition von klaren Geschäftsmodellen für neue Verwertungsformen und Vertriebskanäle sowie
der zumindest teilweise Verbleib der Rechte für neue Verwertungsformen bei den Produzenten.

Im Rahmen der Programmschiene „Film“ finden während der MEDIENTAGE MÜNCHEN darüber hinaus verschiedene Panels des FilmFernsehFonds Bayern statt, die gemeinsam mit der gotoBavaria oder KPMG veranstaltet werden.

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Über Medientage München GmbH

Die Medientage München GmbH ist Veranstalter der MEDIENTAGE MÜNCHEN sowie weiterer hochkarätiger Fachveranstaltungen. www.medientage.de