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Den Sturm überstehen: Strategien für einen krisenresistenten E-Commerce

Die Corona-Pandemie hat unsere Konsumgewohnheiten verändert. Was bedeutet das für Marken und Händler in Zukunft?
ChannelAdvisor | 22.06.2021
Den Sturm überstehen: Strategien für einen krisenresistenten E-Commerce © Unsplash
 

Die Inzidenzen sinken weiter, der Einzelhandel hat wieder geöffnet. Doch die Corona-Pandemie hat unsere Konsumgewohnheiten verändert. Im Lockdown boomte der E-Commerce. In Deutschland beispielsweise wuchs der Umsatz im Onlinehandel 2020 um 15 Prozent. Agile Unternehmen, die schnell auf Veränderungen reagiert haben, konnten von dieser wachsenden Nachfrage profitieren. Ist sonst der Preis häufig der zentrale Faktor der Online-Kaufentscheidung, waren in der Pandemie Verfügbarkeit und Liefergeschwindigkeit mindestens ebenso wichtig.

Wir haben vergangenes Jahr 1009 aktive Kunden in Deutschland befragt, wie sich ihre Einkaufsgewohnheiten seit August 2020 verändert haben. Das Ergebnis: Für 45 Prozent ist beispielsweise klar, dass sie künftig noch häufiger online einkaufen werden, als vor dem Lockdown. Amazon spielt bei der Produktsuche eine zunehmend zentrale Rolle, aber auch die wachsende Nutzung sozialer Netzwerke auf dem Smartphone.

Was bedeutet das für Marken und Händler in Zukunft? Welche Lehren und Strategien lassen sich aus dem Krisenjahr 2020 ziehen? Drei wichtige Grundsätze machen ein erfolgreiches, robustes und zukunftsorientiertes Online-Business aus:

  • Die Optimierung der E-Commerce-Prozesse für mehr Agilität.
  • Die Expansion auf neuen Kanälen/Marktplätzen und die Suche nach weiteren Wachstumschancen.
  • Boosting der Unternehmenspräsenz auf jedem Kanal.

 

Das Zauberwort für einen resilienten E-Commerce lautet „Diversifikation“. Die ist gerade in vier Bereichen von besonderer Bedeutung:

 

  • Diversifikation der Kanäle: Listen und bewerben Sie Ihre Produkte auf einer Vielzahl von Kanälen, darunter Marktplätze, Suchmaschinen, ihre eigene Website und weitere.
  • Diversifikation beim Fulfillment: Machen Sie sich nicht von einer einzigen Liefermethode abhängig und bieten Sie Ihren Kunden mehrere Versandoptionen an.
  • Geografische Diversifikation: Über internationale Kanäle können Sie neue Nachfragequellen erschließen.
  • Diversifikation der Supply Chain: Alternative Beschaffungsmöglichkeiten für Ihre begehrtesten Waren helfen, Risiken zu minimieren.

 

Dass das Jahr 2020 eine Veränderung des Konsumverhaltens mit sich brachte, ist wohl kaum verwunderlich. Die Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns haben den stationären sowie digitalen Handel tiefgreifend verändert. Eines ist klar: Der E-Commerce geht gestärkt aus der Pandemie hervor. Immer mehr Marken und Einzelhändler erweitern ihre E-Commerce-Strategien und passen sich an das sich permanent verändernde Kaufverhalten an. Nach der Pandemie werden diese Unternehmen widerstandsfähiger sein und offen für neue Ideen und Nachfragen, die auf sie zukommen.