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Zukunft des Marketing

Was kommt nach Web 2.0, wie sieht das Konsumentenverhalten im Jahre 2010 aus und wie gewinnen Unternehmen neue Kunden?
Renate Eck | 18.06.2007
Nach Ansicht renommierter Trendforscher wird demnächst das "semantische" Web die Handlung an einem Ort interpretieren und Handlungen an anderen Orten aktivieren (Tomorrow "Web 3.0", 01/07). Dabei erfüllen sich die Verbraucher ihre Wünsche im selbstbestimmten Datamining. Peter Wippermann, Gründer des Hamburger Trendbüros, sieht künftig eine entsprechende Software, die unbekannte Zusammenhänge und Trends in den Datenbanken verknüpft. Beispielsweise wählt der programmierbare Software-Roboter die gesuchte Kleidung entsprechend der Größe, dem Design und der preislichen Vorstellung gezielt für den Konsumenten aus.

Nach Ansicht von Andreas Haderlein vom Unternehmensradio des Zukunftsinstituts gibt es demnächst das "totales Netz-Entertainment". Die baldige Ära des Vertriebs- und Sendeprinzips heißt "on Demand". Sie enthält verschiedene Inhalte, die nicht mehr an bestimmte Medien gebunden sind. Die klassischen Medien werden integriert. So erscheint schon in absehbarer Zeit die personalisierte "Zeitung" im Hausbriefkasten. Darin erwarten den Leser die besonders für ihn interessanten Inhalte und News der Blogosphäre. Daher wird es meiner Ansicht nach künftig auch selbstverständlich, sich im Weblog-Monitoring über die eigene digitale Reputation zu informieren.

Haderlein ist überzeugt, die "Kundengespräche finden, `fernanwesend´ über Avatars in virtuellen Welten wie Second Life statt." Doch gerade durch die steigende Vernetzung, Schnelligkeit und erhöhte eMail-Kommunikation, die 2007 bereits in Deutschland 60 Prozent beträgt, wird meines Erachtens die reale Begegnung immer wichtiger. Die Unternehmen werden daher stärker Fachdiskussionen und Veranstaltungen durchführen, um persönlich miteinander zu diskutieren. Manchmal sogar auch über Dinge wie Second Life.

Renate Eck, eck marketing