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Marketing-Potenzial: 56 Prozent nutzen Messenger

56 Prozent der Deutschen nutzen mehrmals täglich einen Messenger-Dienst - ein großes Potenzial gerade für KMU. Doch 58 Prozent wollen keine Angebote.
© Greven Medien GmbH & Co. KG
 
Nur 6 Prozent bewerten der Befragten „Newsletter“ über einen Messenger Dienst als wichtig. Das zeigt das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von Greven Medien. Messenger Dienste sind für die private Nutzung zwar ein wichtiger Kommunikationskanal – die Potenziale, die sie als Marketing Channel und als direkte Verbindung zum Verbraucher bieten, werden von kleinen und mittelständischen Unternehmen jedoch noch nicht voll ausgeschöpft. Greven Medien, der Experte für Online-Marketing, gibt Tipps, wie auch KMU Messenger Marketing erfolgreich für sich nutzen können.

56 Prozent der Befragten nutzen Messenger Dienste mehrmals am Tag. Frauen mit 61 Prozent noch häufiger als Männer (52 %). Besonders User zwischen 18 und 24 Jahren greifen mehrmals täglich auf die Messenger Dienste zurück (79 %). Mehr als die Hälfte der Deutschen ist jedoch skeptisch, wenn es um das Empfangen von Angeboten oder Informationen von Unternehmen, Medien oder Blogs über Messenger Dienste geht und möchte solche Informationen nicht erhalten (58 %). Obwohl es knapp einem Viertel der Umfrageteilnehmer wichtig ist, Push-Nachrichten mit neuen Meldungen direkt auf das Smartphone-Display zu erhalten (24 %), legen lediglich sechs Prozent Wert auf die Möglichkeit, „Newsletter“ von Unternehmen, Medien oder Blogs zu abonnieren und so aktuelle Informationen zu erhalten.

Dabei bieten Messenger als Kommunikationskanäle sowohl für KMU als auch für ihre Kunden große Potenziale, weiß Patrick Hünemohr, Geschäftsführer von Greven Medien und Experte, wenn es um digitales Marketing geht: „Messenger Marketing ist ein zunehmend beliebter Weg, um mit seinen Kunden in Echtzeit zu kommunizieren. Als direkte Service- und Support-Schnittstelle zum Verbraucher bietet es den unterschiedlichen Branchen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. So können lokale Unternehmen mit häufig wechselnden bzw. saisonalen Angeboten und tagesaktuellen Veränderungen wie beispielsweise im Tourismus- und Gastronomiebereich, Kunden und Interessierte mit Bildern, Videos oder Audio-Dateien schnell und einfach informieren.“ Der leichte und direkte Zugang zur Zielgruppe und zu potenziellen Neukunden, hohe Öffnungs- und Klickraten sowie die einfache Handhabung sind starke Argumente für die professionelle Kommunikation über Messenger Dienste. Ein weiterer Vorteil des Messenger Marketings im Gegensatz zum klassischen Newsletter-Marketing via E-Mail: Messenger Dienste unterliegen keinem Algorithmus, der die Inhalte filtert und ungesehen in den Spam-Ordner verschiebt.

Ohne Streuverluste die richtige Zielgruppe erreichen


Für erfolgreiches Messenger Marketing sollten KMU unbedingt beachten, dass der Content für ihre Kunden von Bedeutung ist und einen echten Mehrwert bietet. Bei den Teilnehmern der aktuellen YouGov-Umfrage sind vor allem Angebote von lokalen Restaurants, Cafés oder Bars gefragt (12 %), aber auch Angebote von Online-Shops (11 %) und Aktionen vom stationären Handel vor Ort wie zum Beispiel für Möbel, Blumen oder Dekorationsartikel wecken bei den Nutzern Interesse (8 %).

So kann das kleine italienische Restaurant im Viertel seine Gäste über die tägliche Mittagskarte oder besondere saisonale Speisen informieren. Das Boutique-Hotel schickt seinen Gästen kurz nach dem Check-Out eine Nachricht und bedankt sich für den Aufenthalt. Im stationären Einzelhandel kann Beratung und Kundenservice über einen Messenger erfolgen. Im E-Commerce können Instant-Messaging-Apps beispielsweise zur Übermittlung von Bestellbestätigungen oder zur Sendungsverfolgung genutzt werden. Auch Terminerinnerungen sind möglich, zum Beispiel für den jährlichen Kontrolltermin beim Zahnarzt.

Die Kommunikation funktioniert natürlich auch in die andere Richtung: Per Messenger können die Nutzer schnell und einfach einen Tisch im Restaurant reservieren, eine Pizza bestellen oder einen Termin beim Friseur, Steuerberater oder Handwerker vereinbaren. Auch das Beschwerdemanagement könnte digitalisiert werden und über den Messenger erfolgen.

Bekanntes Prinzip – neuer Channel: Newsletter Marketing 2.0


„Wichtig bei der Nutzung von Messenger Marketing ist, dass rechtliche Rahmenbedingungen beachtet werden. Denn Messenger Dienste sind kein rechtsfreier Raum“, betont Patrick Hünemohr. KMU benötigen die wirksame Einwilligung des Nutzers, um ihnen Nachrichten per Messenger schicken zu können. Das sollte genau wie beim klassischen E-Mail-Marketing über einen Double-Opt-in-Vorgang sichergestellt werden: Der Nutzer nimmt im ersten Schritt die Nummer des Werbetreibenden in sein Adressbuch auf und sendet im zweiten Schritt aktiv eine Nachricht an diese Nummer (z.B. mit dem Wort „Start“). Es muss ebenfalls klar mitgeteilt werden, wie sich der Nutzer wieder vom Service abmelden kann (z.B. durch eine Nachricht mit dem Wort „Stop“). Dabei können Inhalte der Werbetreibenden in den unterschiedlichsten Formen an die Abonnenten verschickt werden. Eine beliebte Funktion bei Messenger Diensten ist vor allem das Empfangen von Bildern, Videos oder Audio-Dateien (53 %).

Ein Viertel der Befragten gibt an, dass vor allem die Push-Benachrichtigung, die direkt auf dem Smartphone-Display erscheint, wichtig ist (24 %). Die wichtigste Funktion ist für knapp drei Viertel der Nutzer die Möglichkeit, schnell und direkt auf Nachrichten antworten zu können (74 %). Deshalb muss man als Unternehmen bei der Kundenkommunikation über Messenger Dienste damit rechnen, dass der Empfänger auf die Nachrichten antwortet und Fragen stellt. „Um Vertrauen aufzubauen, das Interesse ihrer Kunden langfristig zu halten und guten Service zu leisten, sollten KMU bei der Nutzung von Messenger Diensten für die Kundenkommunikation auf eine schnelle Antwortfrequenz achten. Richtig genutzt bietet Messenger Marketing dank geringer Kosten und einem hohen Automatisierungsgrad das Potenzial, die Kommunikation mit der Zielgruppe ganz neu zu gestalten. Möchte man der schnellen Kommunikation via Messenger Diensten gerecht werden, müssen Unternehmen dafür zeitliche und technische Ressourcen einsetzen. Ein Einsatz, der sich lohnen kann!“, resümiert Hünemohr.