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M-Days: Herzlich Willkommen im Massenmarkt

Kleinere Innovatoren brechen den Mobile-Markt auf. Telekom favorisiert offene Systeme im Mobile-Trend. Mobile-Branche blickt euphorisch ins Jahr 2010
Mit 1.650 Besuchern endete die restlos ausgebuchte Kongress-Messe „M-Days - The home of Mobile“ mit einem Teilnehmerzuwachs von 66 Prozent zum Vorjahr und liegt damit über den angekündigten Erwartungen. Einstimmiges Fazit: Mobile und seine Anwendungen entwickeln sich mit den Smartphones zum Massenmarkt. Die Experten sind sich dabei einig. Mobile mit seiner Anwendungsvielfalt ist ein Mittel, um die Menschen weltweit zu erreichen und verändert die gelernte Marketingordnung der Unternehmen. Keyspeaker von Marktgrößen wie BMW, Samsung, MySpace, comScore, Deutsche Telekom, Intel und Gruner + Jahr bestätigen dies in den Eröffnungsreden und gaben ihre Einschätzungen des Markts preis.


Erding, 01. Februar 2010: Die 5. M-Days, größte europäische Kongress-Messe für mobile Kommunikations-, Vertriebs- und Contentlösungen, waren schon zwei Tage vor dem offiziellen Start am 28. und 29. Januar 2010 im Kongressbereich restlos ausgebucht und erwiesen sich zum wiederholten Male als Erfolg auf der ganzer Linie: Bei knapp 60 Ausstellern und 120 Referenten informierten sich 1.650 Besucher über die neuesten Entwicklungen der Mobile-Branche, aktuelle Begebenheiten und über Zukunfts-Perspektiven des mobilen Kommunikationskanals. Die Aussteller-Resonanz setzt ein klares Zeichen: M-Days haben sich zum Vorjahr klar weiterentwickelt, konnten konkurrierende Veranstaltungen hinter sich lassen und die Erwartungen somit einstimmig übertreffen. Der Veranstalter und die Mobile-Industrie stellen daher fest, dass einem weiteren Wachstum sowohl im Aussteller- als auch im Teilnehmerbereich für 2011 nichts im Wege steht.

Nachfolgend die wesentlichen Kommentare der Key-Referenten-Runden am ersten und zweiten Tag.

Eröffnungs-Runde 28. Januar: Ist der mobile Markt eine Goldgrube?

Die erste Keynote-Runde der M-Days am 28. Januar beschäftigte sich mit der Frage, ob mit dem Einzug von Touchscreen-Handys die Goldgrube in der Hosentasche lauert. Dr. Uwe Ellinghaus, Leiter BMW Markenkommunikation, begrüßte die Gäste in der BMW Welt München mit Betrachtungen zum Mobile Marketing in seinem Haus. Auf Nachfrage gab er zwar an, dass die Ausgaben dafür bislang vergleichsweise noch gering seien, die Idee dahinter aber bereits in den Köpfen der Vorstände im Gegensatz zum Vorjahr angekommen sei. Der mobile Kanal gewinne für BMW zunehmend an Bedeutung, um neue Zielgruppen zu erschließen und alte zu binden, erklärte er gegenüber GFM Nachrichten, der Partner-Redaktion der M-Days.

Die Frage nach der Goldgrube beantwortete Patrick Sturm vom Marktforscher Mücke, Sturm & Company mit der Aussage, dass bis 2013 das Marktvolumen für mobile Apps auf über 20 Milliarden Euro anwachsen könnte. 2009 waren es noch 2,9 Milliarden Euro Umsatz. Die Marktprognosen zeigten auch, dass mobile Apps dem mobilen Internet zum Durchbruch verhelfen. Paid-Content-Anbieter könnten damit endlich einmal Geld verdienen, nachdem sie im normalen Internet immer noch nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen.

Sascha Jansen, Geschäftsführer der Omnicom Media Group sieht dagegen nur wenige Bereiche, die sich zu Goldgruben entwickeln könnten. Joel Berger, Managing Director GSA & Northern Europe von My Space/Fox Interactive Media Germany, ist sich sicher, dass bald ortsbezogene Dienste (LBS) in allen Apps Einzug halten werden. Dann könnte sich möglicherweise auch die Werbefinanzierung lohnen.

Arne Wolter, Sprecher der Geschäftsführung von Gruner + Jahr Electronic Media Sales, geht davon aus, dass der mobile Bereich 2010 durchstarten kann. Allerdings würde derzeit eine Reichweitenmessung fehlen. Diese soll über die AGOF mobile fact aber noch dieses Jahr eingeführt werden.

Eröffnungs-Runde 29. Januar: Fragmentierung und Zukunft des mobilen Marktes

Die Fragmentierung im mobilen Bereich durch zusätzliche Betriebssysteme, Browser und App Stores sowie dessen Zukunft waren Thema der Keynote-Session am zweiten Tag der M-Days in München. Dabei wurde von den Teilnehmern die Fragmentierung nicht rundherum abgelehnt.

Wolfgang Petersen, Director Developer Relations Division Europa, Middle East and Africa bei Intel, bezeichnete sie sogar als etwas Wundervolles, da sie erst Wettbewerb ermögliche. Er räumte aber ein, dass das Kunden möglicherweise etwas anders sehen könnten. Anuj Khanna, Gründer und CEO von Wireless Expertise Ltd, geht davon aus, dass die Industrie zehn Jahre nahezu verschwendet hat. Die Ideen für die heutigen Services wären damals größtenteils schon entstanden. Nur kleinere Innovatoren hätten dafür gesorgt, dass der Markt jetzt aufgebrochen sei. Derzeit würden andere Hersteller noch versuchen, die exakte Strategie zu finden, um auf Apple zu antworten. Nokia könnte dabei schneller wieder vorne mitspielen. Er prognostiziert, dass die Konkurrenz zu Apples „AppStore“ am Anfang schwere Fehler machen wird und erst in zwei Jahren ein wettbewerbsfähiges Niveau erreicht. Den meisten Erfolg prophezeit er Nischenanbietern.

Dr. Rainer Deutschmann, Senior Vice President Mobile Products bei der Deutschen Telekom, warnte davor, dass sich die Marktteilnehmer als Kompromiss auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Für ihn bietet der AppStore nichts grundlegend Neues, lediglich der einfache Zugang und das Entdeckungselement würden für den großen Erfolg sorgen. Die Telekom beteiligt sich nach seinen Worten an einem offenen System, dass auf Industrieebene eingeführt werden soll. Einen wichtigen Trend im Mobile-Markt sieht er in der Kommunikation zwischen mehreren Maschinen, um neue Anwendungen zu schaffen.

Colm Healy, Vice President von Qualcomm, geht davon aus, dass alle Aktivitäten am Computer auch auf dem Handy Einzug halten, dort aber eine stärkere soziale Komponente haben. Er wünscht sich, dass die Mobiltelefone bewusster auf ihre Umgebung und ihren Nutzer reagieren und so unter anderem automatisch passende Apps zum Download anbieten. Mobile Werbung müsse zudem relevant für den Nutzer sein. In die selbe Bresche sprang Ajit Jaokar von Futuretext, der stärkere Context-Awareness fordert, damit Services sich an die Bedürfnisse der Kunden anpassen können.



Mehr zu den M-Days unter http://www.m-days.com.



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