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Social Media muss Teil der Markenschutz-Strategie sein

Neue MarkMonitor-Studie zeigt: 63 Prozent der Konsumenten finden, dass Markenunternehmen mehr tun müssen, um Kunden online zu schützen
MarkMonitor | 19.09.2019
© MarkMonitor
 
Mehr als 90 Prozent der Verbraucher haben Bedenken, über Social-Media-Kanäle einzukaufen. Fast ein Drittel der Befragten tut dies jedoch trotzdem. Das zeigt eine aktuelle internationalen Studie von MarkMonitor, einem weltweit führenden Online-Markenschutz-Experten und Tochter von Clarivate Analytics. Markenunternehmen müssen daher mehr tun, um ihre Kunden online zu schützen.

Verbraucher sind sich der Risiken beim Einkauf via Social Media durchaus bewusst. Sie machen sich vor allem Sorgen um die Sicherheit bei der Zahlung (59 Prozent), die Qualität der Waren (56 Prozent), den Datenschutz (55 Prozent) und den Kauf einer Fälschung (47 Prozent). Zu Recht, denn 31 Prozent der Befragten haben schon einmal unwissentlich einen gefälschten Artikel online gekauft, 23 Prozent davon über Social Media. Die Mehrheit der Verbraucher (63 Prozent) findet, dass Marken, Online-Marktplätze und Social-Media-Plattformen nicht genug tun, um sie vor Fälschern, Betrug und Cyberkriminellen zu schützen.

Was bewegt Konsumenten dazu, über einen Social-Media-Kanal einzukaufen? 55 Prozent lassen sich von der Reputation der Marke beeinflussen, gefolgt von Erfahrungen und Empfehlungen anderer (48 Prozent). Für 34 Prozent spielen „Likes“ von Freunden und Familie eine Rolle. Auch wenn Prominente den Kanal unterstützen, hat das auf fast ein Viertel der Befragten (23 Prozent) Einfluss.

Markenunternehmen müssen ihre Kunden besser schützen

„Immer mehr Menschen sind in Social-Media-Netzwerken aktiv und nutzen diese auch zunehmend für Online-Shopping . Daher wird die Zahl der Einkäufe via Social Media wahrscheinlich in Zukunft weiter steigen. . Wie unsere Studie zeigt, sind Verbraucher weiterhin im Visier der Fälscher – unabhängig davon, wo sie online einkaufen. Sie erwarten von Marken und Social-Media-Plattformen, dass sie ihre Kunden schützen“, sagt Stefan Moritz, Regional Director Central Europe, MarkMonitor. „Deshalb müssen Unternehmen Social-Media-Plattformen in ihre Online-Markenschutzstrategien integrieren. Zwar verfügen viele Social-Media-Plattformen bereits über Schutzmechanismen gegen den Verkauf von Fälschungen und sie verbessern kontinuierlich die Möglichkeiten, solche Fälschungen zu erkennen und zu sperren. Aber Verbraucher sind ganz klar der Meinung, dass alle Beteiligten noch mehr tun müssen.“

30 Prozent der Verbraucher zahlen ohne Bedenken mit Kreditkarte

Die Studie zeigt auch, dass Verbraucher beim Einkauf via Social Media in bestimmte Aspekte Vertrauen haben. So halten zum Beispiel 66 Prozent der Befragten die Informationen für zuverlässig, die von Shopping-Seiten auf Social-Media-Kanälen angezeigt werden. 30 Prozent fühlen sich wohl dabei, mit ihrer Kreditkarte zu bezahlen. Konsumenten haben wenig Bedenken, Kleidung, Wohnaccessoires und Elektronikartikel über Social Media zu kaufen. Es gibt jedoch auch Produkte, die sie nie auf diesem Weg erwerben würden. Dazu gehören Schmuck (27 Prozent), Urlaubsbuchungen (27 Prozent), Gesundheitsartikel (26 Prozent) und Veranstaltungstickets (24 Prozent).

Die Studie wurde von MarkMonitor in Auftrag gegeben und von dem unabhängigen Untersuchungsunternehmen Vitreous World durchgeführt. Befragt wurden 2.603 Verbraucher aus Großbritannien, den USA, Frankreich, Deutschland und Italien. Ziel war, ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema Online-Shopping, Sicherheit und die Rolle von Marken zu ermitteln. Die Interviews wurden im August 2019 online durchgeführt.
Die vollständigen Studienergebnisse können Sie hier herunterladen:www.markmonitor.com/socialmediareport