print logo

So schreiben Sie Pressemitteilungen, die auch gelesen werden

Was macht eine gute Pressemitteilung aus, die es schafft, aus der Masse hervorzustechen? Unsere sechs Tipps:
Gerdt Fehrle | 28.04.2021
pressemitteilung-schreiben © unsplash.com
 

Zehn Sekunden – so lange braucht ein Journalist, um zu entscheiden, ob eine Pressemitteilung interessant ist oder nicht. Damit Ihre Information nicht ungelesen im digitalen Papierkorb verschwindet, sollten Sie folgende 6 Punkte beachten.

Totgesagte leben länger. Das gilt nicht zuletzt auch für die klassische Pressemitteilung. Doch in der Flut an Informationen, die Journalisten inzwischen nicht nur per E-Mail, sondern zusätzlich auch über soziale Medien – allen voran Twitter – beziehen, muss der Text sitzen, um auf Interesse zu stoßen.

Hier unsere 6 Tipps für Pressemitteilungen, die gelesen werden:

 

1. Denken Sie an die Zielgruppe

Eine Pressemitteilung muss zunächst Journalisten überzeugen und schließlich Inhalte liefern, die wiederum deren Zielgruppe, die Leser, interessieren. Firmeninterne Interessen haben in einer Presseinformation hingegen nichts zu suchen. Es sei denn, sie sind auch für andere von Interesse.

Deshalb gilt: Sie schreiben für die Öffentlichkeit, nicht für den CEO.

 

2. Auf den Punkt kommen

Die Redaktionen wurden in den vergangenen Jahren deutlich ausgedünnt. Das Ergebnis: Viel Arbeit für zu wenige Schreiber. Umso wichtiger ist es, den Journalistinnen die Arbeit so leicht wie möglich zu machen. Kommen Sie deshalb auf den Punkt, sparen Sie sich ausladende Einleitungen und Erklärungen.

Auch hier hilft Ihnen die Frage: Was interessiert die Medien wirklich?

Die Pressemitteilung: Spannung, Mehrwert und Wahrheit

 

3. Einen spannenden Aufhänger bieten

Jede Pressemitteilung braucht einen Aufhänger, der sofort ins Auge fällt und das Interesse weckt. Starten Sie deshalb mit einem spannenden Detail oder einer Neuigkeit, die dem Medienvertreter sofort aufzeigt, worum es geht und weshalb er die Pressemitteilung unbedingt zu Ende lesen sollte.

 

4. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Sie haben negative Neuigkeiten zu vermelden? Kein Problem, das kommt vor. Problematisch wird es hingegen, wenn Sie versuchen, Ausreden zu finden, Fakten zu verschleiern oder sogar die Unwahrheit zu schreiben. Journalisten merken das und werden erst recht nach der Wahrheit suchen.

Und: Wer ehrlich ist, gewinnt an Reputation und Glaubwürdigkeit, auch bei Medienvertretern.

 

5. Nachrichten statt Werbung

Redaktionen reagieren allergisch auf werbliche Inhalte. Zurecht, denn für Werbung gibt es schließlich Anzeigen. Setzen Sie stattdessen auf Storytelling und „verkaufen“ Sie Ihre Produkte, Dienstleistungen oder das Unternehmen, indem Sie eine spannende Geschichte erzählen.

 

6. Last but not least: Die Betreffzeile muss neugierig machen

Die Betreffzeile ist die erste (hohe) Hürde, die Pressemitteilungen überwinden müssen. Der anhängende Text kann noch so interessant sein, wenn die E-Mail gar nicht erst geöffnet wird.

Deshalb gilt: Keine Allgemeinfloskeln wie „Firma XY geht mit neuem innovativem Produkt an den Markt“. Höchstwahrscheinlich werden das auch Ihre Konkurrenten von ihren Produkten behaupten.

Sich abheben geht anders. Denken Sie bei der Formulierung Ihrer Betreffzeile stets daran, dass Ihre Mail mit vielen, vielen anderen in den Posteingängen der Journalisten konkurriert.

 

Mehr über die Zusammenarbeit mit Medienvertretern lesen Sie in unseren „7 Tipps für den Umgang mit Journalisten“.
Img of Gerdt Fehrle
Über Gerdt Fehrle

Gründer und GF Prospero, Germanist und Philosoph (MA), Texter, Konzeptioner und Visionär. Vorstand der Lup-Stiftung. Verleger und Business-Coach.

Kommentare