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Kommunikationstrends 2022

Neues Jahr, neue Kommunikationstrends? Hier drei Entwicklungen für das Jahr 2022, die an Fahrt gewinnen werden.
Gerdt Fehrle | 15.12.2021
kommunikationstrends_2022 © unsplash.com
 

Neues Jahr, neue Trends. Und manchmal auch ein Dèjà-vu. Zwar tut sich weiterhin einiges in Sachen (Online-)Kommunikation, doch Altbewährtes erlebt gerade ein Revival. Deshalb sollten Sie neben Online-Kanälen auch wieder auf Print setzen. Folgende 3 Trends für 2022 haben wir ausgemacht.

 

Trend 1: Content mit Qualität

Ob in den Social Media, in Blogs, Online-Magazinen oder als Fachbeitrag in klassischen Printmedien – die Verbreitung von Content ist und bleibt eine wichtige Maßnahme, um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen von Kunden und Shareholdern zu gewinnen. Laut Demand Gen Report 2021 ist vor allem Owned Content ein zentraler Baustein im Kaufentscheidungsprozess von B2B-Kunden.

Die Voraussetzung: Gut muss er sein – gut recherchiert, erkenntnisreich, fundiert und mit Mehrwert für Leserinnen und Leser. Besonders eignen sich daher auch Whitepaper und Workbooks. Sie sorgen für Glaubwürdigkeit, weil sie Know-how und Expertenstatus eines Unternehmens und seiner Mitarbeitenden belegen.

 

Trend 2: Klassische PR bleibt Backbone der Kommunikation

Zuletzt haben sich viele Unternehmen intensiv mit Social Media befasst. Zurecht, denn ohne die verschiedenen Online-Kanäle ist keine Unternehmenskommunikation komplett. Die Grundlage bleibt jedoch die klassische Pressearbeit. Dies gilt insbesondere für B2B-Unternehmen. Gerade Printmedien genießen weiterhin ein höchstes Maß an Glaubwürdigkeit.

Laut einer aktuellen Studie des Wirtschaftspsychologen Volker Schulz unter mehr als 1.000 Befragten, liegen Fachzeitschriften auf Platz eins der glaubwürdigsten Medien. Direkt dahinter folgen Nachrichtenmagazine und Wirtschaftspresse. Der Kontakt und regelmäßige Austausch mit (Fach-)Redaktionen zur Veröffentlichung von Fachbeiträgen, Best Practices (gerne auch mal exklusiv) oder Unternehmensnachrichten liefert deshalb das Rückgrat einer erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit im B2B.

 

Trend 3: Print (über-)lebt

Totgesagte leben länger. Diese Weisheit trifft auch auf Print zu – und zwar auf breiter Front. So setzen bekannte Einzelhändler und Top-Versender bei ihren Werbemaßnahmen weiterhin auf den Katalog. Beim Personal Branding genießt das Buch nach wie vor großes Ansehen und sorgt für die größtmögliche Reputation des Autors. Und selbst Unternehmen können als Publisher auftreten, indem sie einen speziellen Anlass dazu nutzen, ein Buch zu veröffentlichen.

Das kann ein Jubiläum sein oder ein besonderer Unternehmenserfolg. Wir haben übrigens gerade ein Jahrbuch für und mit dem Bundesverband Industrie Kommunikation e. V. (bvik) herausgebracht. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des Verbands.

Ein Tipp: Workbooks und Whitepaper (siehe oben) erhöhen die Wirkung, wenn sie nicht nur online abruf- und ausdruckbar sind, sondern auch als hochwertig gestaltetes Printprodukt ganz klassisch per Post an Kunden und Interessenten verschickt werden.

 

Fazit

Forward to the roots könnte das Motto für Ihre Kommunikation 2022 also durchaus lauten. Statt (nur) auf kurzlebige Online-Inhalte zu setzen, die schnell mal nebenher auf Ihre Kanäle verteilt werden, lohnt es sich weiterhin gut recherchierten Content zu produzieren. Das braucht natürlich Zeit, wirkt jedoch umso intensiver und nachhaltiger.

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Über Gerdt Fehrle

Gründer und GF Prospero, Germanist und Philosoph (MA), Texter, Konzeptioner und Visionär. Vorstand der Lup-Stiftung. Verleger und Business-Coach.

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