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Mobile Shopping: Verbraucher reagieren misstrauisch

Mehrheit ist nicht überzeugt von Sicherheit mobiler Endgeräte für Einkäufe und Banküberweisungen
Sulzbach, 29. Juli 2008 – Das Mobiltelefon ist allgegenwärtig. Mehr als 3,3 Milliarden Menschen weltweit nutzen es. Dennoch ziehen 71 Prozent der Konsumenten den Einsatz ihrer mobilen Endgeräte für Online-Banking- oder Shopping nicht in Betracht. Zu diesem Ergebnis kam eine Befragung von Unisys unter Verbrauchern aus 14 Ländern.



Die Umfrage im Rahmen des aktuellen Unisys Security Index zeigt, dass mehr als die Hälfte aller Befragten (59 Prozent) ihren mobilen Helfern nicht zutrauen, Transaktionen sicher durchzuführen. Derzeit nutzen gerade einmal 9 Prozent der Befragten mobile Technologien für Kreditkartenzahlungen, Überweisungen und Online-Payments.



Unisys fragte im März 2008 über 13.000 Konsumenten weltweit nach ihren Nutzungsgewohnheiten und ihrem Sicherheitsempfinden bei der Abwicklung von Geldgeschäften mit mobilen Endgeräten. Die Ergebnisse zeigen, dass Sicherheitsbedenken bei der Nutzung mobiler Endgeräte und ihrer Fähigkeit, Daten bei Zahlungsaufträgen zu schützen, weit verbreitet sind.



Weitere Ergebnisse zeigen:

· Durchschnittlich bezeichnet mindestens die Hälfte aller Befragten – mit Ausnahme von Neuseeland und Malaysia – mobile Endgeräte als unsicher für finanzielle Transaktionen.

· Am zögerlichsten bei der Nutzung von mobilen Endgeräten für Online-Shopping und -Banking sind Konsumenten in Frankreich (86 Prozent ziehen mobile Endgeräte nicht für Online-Transaktionen in Betracht), Großbritannien (79 Prozent), Australien (78 Prozent), Belgien und Italien (beide 77 Prozent) und die USA mit 71 Prozent. 64 Prozent der Deutschen würden mobile Endgeräte nicht für Online-Transaktionen einsetzen.

· Immerhin 21 Prozent der befragten Deutschen nutzen Mobiltelefone oder PDAs bereits für den Zahlungsverkehr und stehen damit an der Spitze aller befragten Regionen und Länder der Studie. Am anderen Ende der Skala stehen hier die Briten: Nur 1 Prozent der Befragten setzen mobile Endgeräte für Online-Transaktionen ein.

· Nur 5 Prozent der Deutschen halten mobile Endgeräte für sehr sicher in Bezug auf Online-Transaktionen, 27 Prozent finden sie ein wenig sicher, 43 Prozent nicht sehr sicher und 20 Prozent überhaupt nicht sicher. Die Sicherheit mobiler Endgeräte wird also von knapp zwei Drittel der befragten Deutschen in Frage gestellt.

· Vertrauen immerhin 60 Prozent der Deutschen darauf, dass Banken Transaktionen mit mobilen Endgeräten ausreichend sicher gestalten, ist das Vertrauen in Telekom-Provider mit 11 Prozent und Online Retailer mit 9 Prozent sehr gering. Auch weltweit ist das Vertrauen in Banken im Vergleich zu Telekommunikationsanbietern und Online-Händlern durchschnittlich am größten. Jedoch variiert das Vertrauen in Banken von Land zu Land.



„Trotz der unglaublichen Wachstumszahlen bei Mobiltelefon- und PDA-Nutzern und den Fortschritten mobiler Technologien haben es Telekommunikationsunternehmen, Online-Händler und Finanzinstitute nicht geschafft, die Konsumenten zu überzeugen, dass damit eine sichere Plattform für Online-Transaktionen existiert – und das weltweit“, sagt Dietrich Schmitt, Geschäftsführer Unisys Deutschland „Mit mobilen Zahlungen lässt sich sehr viel Geld verdienen, aber nur wenn die Verbraucher darauf vertrauen können, dass die Sicherheit mobiler Technologien mit ihren Vorteilen Schritt hält.“



Die Verwendung von Mobiltelefon und PDA für den mobilen Zahlungsverkehr stellt nicht nur für Verbraucher, sondern auch für Unternehmen und deren Mitarbeiter eine neue Sicherheitsherausforderung dar. „Die Rechen- und Speicherkapazität mobiler Geräte nimmt stetig zu. Daher müssen sie mit der gleichen Sorgfalt wie Laptops behandelt und in ein unternehmensweites Sicherheitskonzept eingebunden werden. Der Betrieb mit den vorinstallierten Sicherheitsvorkehrungen reicht nicht aus. Unternehmen sollten an dieser Stelle auf die Beschaffung ergänzender Sicherheitsprodukte Wert legen“, so Jürgen Jäger, Sicherheitsexperte bei Unisys Deutschland „Unisys empfiehlt die Ausstattung von Mobile Devices mit Sicherheitssoftware wie Virenscanner, Firewall und Verschlüsselung, die zentrale Administration aller Endgeräte im Unternehmen, Identifikation und Authentifikation und die Zerstörung der Daten bei Verlust des Gerätes mittels Poison Pill.“



Zusammenarbeit ist gefragt

Der Unisys Security Index zeigt, dass Verbraucher bestimmten Dienstleistern im Punkt sichere mobile Transaktionen mehr vertrauen als anderen. Weltweit trauen die Verbraucher den Banken am ehesten zu, angemessene Sicherheit für mobile Transaktionen zu gewährleisten. Dagegen ist das Vertrauen in Telekommunikationsanbieter oder Online-Händler sehr gering: In mehr als der Hälfte der untersuchten Länder, trauen weniger als zehn Prozent diesen Dienstleistern.



„Dass Verbraucher Banken mehr als anderen zutrauen, sichere Transaktionen anzubieten, verheißt Gutes für die Finanzdienstleister“, ergänzt Schmitt „Aber Banken müssen trotzdem Wege finden, Seite an Seite mit den anderen Anbietern zu arbeiten, Innovation voranzutreiben und nicht zuletzt die Konsumenten über Möglichkeiten beim mobilen Banking und der Zahlungssicherheit aufzuklären. Alle zusammen müssen dann beweisen, dass finanzielle Transaktionen via mobiler Endgeräte so sicher sind wie Überweisungen über Desktop-PCs oder den Bankangestellten in der örtlichen Filiale“.



Über den Security Index

Im Rahmen der Studie wurden europaweit rund 6000 Personen über 18 per Zufall ausgewählt und telefonisch zu ihrer Einschätzung der nationalen, finanziellen, Internet- und persönlichen Sicherheit befragt. In jedem der vier Bereiche mussten zwei Fragestellungen beantwortet werden. Zusätzlich sollten die Personen zu ihrer Einschätzung der Sicherheit mobiler Endgeräte für Online-Transaktionen Auskunft geben. Dabei bedeutet ein Index von 0 – 75 keine Sicherheitsbedenken, ein Wert ab 75 geringe Bedenken, ein Wert ab 150 große Bedenken und ein Index von 225 - 300 zeigt extreme Sicherheitsbedenken auf. Die Befragten gaben ihre Einschätzung der jeweiligen Fragestellung mit nicht, wenig, sehr oder extrem besorgt bzw. keine Angabe an. Aus diesen Angaben wurde der jeweilige Security Index errechnet. Die Studie führte das Unternehmen International Communications Research für Unisys durch.



Weitere Informationen und alle internationalen Ergebnisse zur Security Index Studie finden Sie unter: www.unisyssecurityindex.com



Über Unisys
Unisys ist ein weltweiter IT-Dienstleister und Lösungsanbieter. Wir bieten Consulting, Systemintegration, Outsourcing und Infrastruktur-Services – kombiniert mit leistungsstarker Server-Technologie. Wir unterstützen Kunden dabei, ihre Daten und Informationen für effiziente Secure Business Operations zu nutzen und so ihre Geschäftsziele zu erreichen. Unsere Consultants und Branchenexperten arbeiten gemeinsam mit Kunden daran, die Herausforderungen ihres Unternehmens besser zu verstehen und für mehr Transparenz innerhalb ihrer unternehmenskritischen Geschäftsabläufe und deren Verknüpfungen zu sorgen.



Die Unisys-Zentrale befindet sich in Blue Bell, Pennsylvania, in der Nähe von Philadelphia. Die deutsche Hauptverwaltung ist in Sulzbach/Taunus (Frankfurt).



Weitere Informationen unter http://www.unisys.de oder http://www.unisys.com.

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Über Unisys Deutschland GmbH

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